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Die neue Überbauung heizt dank Wechselwirkung den Boden unter dem Haus

Gegenüber dem Schulhaus entsteht die Überbauung Schürächer. Unter den Häusern verbirgt sich ein Leitungsnetz, das mit den Dächern verbunden ist. Bei einzelnen Häusern werde diese Technik schon angewendet, für eine Überbauung ist es aber einzigartig.

Dominic Kobelt
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So soll die Schürächer-Überbauung einst aussehen. Visualisierung/zvg

So soll die Schürächer-Überbauung einst aussehen. Visualisierung/zvg

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bei einem Neubau ist heute wahrlich nichts Besonderes mehr. Auch dass mit dem Strom eine Wärmepumpe angetrieben wird, ist nicht revolutionär. «Das Spezielle ist, dass dies eine Überbauung mit Wechselwirkung ist», führte Mark Lehmann von der Firma Lehmann Bau & Energie aus.

Hinter der Photovoltaik-Anlage befindet sich ein sogenanntes Dachregister, das Wärme aufnimmt und sie ins Erdregister führt, um dessen Regeneration über die Sommermonate zu verbessern. Damit verhindert man, dass der Boden über die Jahre auskühlt.

Gleichzeitig wird durch das Abführen der Wärme die Photovoltaikanlage gekühlt. «Bei einzelnen Häusern wurde diese Technik schon angewendet, für eine ganze Überbauung ist sie aber einzigartig», erklärt Lehmann. Er rechnet damit, dass die Wärme aus Dach und Boden reichen, damit die Überbauung mit Wärme versorgt werden kann. Dank guter Isolierung braucht es dazu auch nur wenig Energie.

5,5 Zimmer für 1,2 Millionen

Vier Häuser mit zusammen 32 Wohnungen werden realisiert. Davon stehen 16 Viereinhalb- und 8 Fünfeinhalbzimmerwohnungen zum Verkauf. Die restlichen mit zweieinhalb- bis fünfeinhalb Zimmern werden vermietet.

Die Firma Brunner und Kottmann AG hat sich bereits Büroräumlichkeiten und ein Mehrzweckraum gesichert. Die Nutzfläche der Wohnungen liegt zwischen 102 und 170 m2. Auch eine Tiefgarage mit 77 Parkplätzen steht den Bewohnern zur Verfügung.

Die zentrale Lage der luxuriösen Wohnungen hat ihren Preis. Zwischen 840 000 und 895 000 Franken kosten die Viereinhalbzimmerwohnungen, für 5,5 Zimmer muss man mit etwas mehr als 1,2 Mio. Franken rechnen. Die Mietpreise bewegen sich zwischen 2095 und 2770 Franken, ohne Garagenplatz. Fünf Wohnungen sind bereist fest oder provisorisch vermietet, fünf zum Verkauf reserviert. Die Fertigstellung ist im Herbst 2017 vorgesehen.

Es sei ein spezieller Ort, an dem die Überbauung Schürächer entstehe, sagte André Wiggli von der Firma Brunner und Kottmann Immobilien AG beim Spatenstich. Denn in direkter Nachbarschaft befinden sich die Quartiere Baumgarten und Aettigüpf, in denen ebenfalls Häuser der Immobilienfirma zu finden sind.