Berikon

Die neue Kreuzung kommt: Gemeinderat erlässt Planungszone

Die Parzelle mit dem ehemaligen Ärztezentrum Mutschellen ist ebenfalls betroffen.

Die Parzelle mit dem ehemaligen Ärztezentrum Mutschellen ist ebenfalls betroffen.

In Aussicht auf die Neugestaltung des Verkehrsknotens an er Mutschellen-Kreuzung hat der Beriker Gemeinderat eine Planungszone über vier Parzellen erlassen. Das vereinfacht das Projekt, auch falls es mehr Platz braucht als bisher angenommen.

Die zukünftige Ge­staltung des Verkehrsknotens auf der Mutschellenkreuzung mit Strasse, Bahn und Bus ist ein Projekt, das Voraussicht braucht. Und allenfalls auch zusätzlichen Platz in Anspruch nehmen könnte. Der Gemeinderat Berikon hat deshalb kürzlich eine Planungszone über vier Parzellen erlassen, die sich im Bahnhofsgebiet befinden. Innerhalb dieser Zone darf nichts mehr geplant werden, das die anstehende Lösung zum Strassenbauprojekt «Entflechtung Knoten Mutschellen» erschwert. Baubewilligungen dürfen nur erteilt werden, wenn feststeht, dass sie der Verwirklichung des neuen Knotens nicht im Weg stehen. Die detaillierten Unterlagen zum Erlass der Planungszone liegen noch bis zum 1.Juli auf der Gemeindeverwaltung Berikon auf.

Auslöser für den Entscheid des Gemeinderats, eine Planungszone zu verhängen, war die Eingabe eines Vorentscheidgesuchs im vergangenen Februar. Dort wollte die Eigentümerin einer der vier betroffenen Parzellen einige Fragen zur möglichen grundsätzlichen Bewilligungsfähigkeit eines Neubauvorhabens beantwortet haben. Auf jenem Land stehen unter anderem die Räumlichkeiten des ehemaligen Ärztezentrum Mutschellen und Gewerbebetriebe. «In welche Richtung die bauliche Entwicklung der Parzelle zielt, ist dem Gemeinderat aktuell nicht bekannt. Aus dem eingereichten Vorentscheidgesuch sind nur marginale Informationen abzulesen», schreibt der Rat. Die 4400 Quadratmeter liegen zudem im Umfeld der regionalen Sachplans Zentrumsentwicklung Mutschellen, dessen städtebauliche Inhalte aber noch nicht verbindlich für Grundeigentümer festgelegt sind. Dieses Jahr beabsichtigt der Gemeinderat aber im Rahmen einer Teilrevision des Nutzungsplanes diese Inhalte wie Anzahl Geschosse grundeigentümerverbindlich festzulegen.

Bauliche Entwicklung muss vorerst sistiert werden

Die Umgestaltung des Knoten Mutschellen mit einer niveaufreien Lösung ist seit 2017 beim Kanton ein Thema. Ein mög­licher Variantenentscheid wird bis Ende 2020 erwartet. Je nach Variante kann aber der dazu notwendige Raum nicht genügen. Deshalb hält der Gemeinderat weiter fest: «Solange die Verhältnisse betreffend Entflechtung des Knoten Mutschellen nicht geklärt sind, muss eine bauliche Entwicklung der Parzelle vorerst sistiert werden.» Es bestünde ein hohes öffentliches Interesse, dass die Parzelle nicht überbaut wird, solange die Lösungsfindung für das Strassenprojekt noch läuft. Die Planungszone bleibt solange in Kraft, bis für das Strassenprojekt am Mutschellenknoten eine Lösung gefunden worden ist oder aber maximal fünf Jahre.

Die Eigentümerin der speziell betroffenen Parzelle und ihr Rechtsvertreter wollten sich auf Anfrage der AZ in dieser laufenden Sache nicht äussern.

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