Muri
Die Murianer Jungmusiker gewinnen den Drachenkampf

Die Jugendmusik hat ihr Jahreskonzert mit Bravour gemeistert und das Publikum begeistert. Seit November haben die 20 Jungmusiker ihr Repertoire einstudiert. Für ein paar der Nachwuchsmusiker war es gar ihr erstes Konzert.

Barbara Hagmann
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Die Jugendmusik Muri und ihr Dirigent Karl Herzog erzählten beim Jahreskonzert im Festsaal musikalische Geschichten von Drachen, Zauberei und einer verlorenen Welt. Barbara Hagmann

Die Jugendmusik Muri und ihr Dirigent Karl Herzog erzählten beim Jahreskonzert im Festsaal musikalische Geschichten von Drachen, Zauberei und einer verlorenen Welt. Barbara Hagmann

Ein facettenreiches Programm bot die Jugendmusik Muri ihren Konzertbesuchern am Sonntagabend im Festsaal. Und dabei ging es nicht um
die Leistung der jungen Musiker und Musikerinnen, sondern um das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, die es für einen Auftritt braucht.

«Wir wollen den Raum mit einer guten Atmosphäre füllen», betonte der Dirigent Karl Herzog.

Seit November haben die 20 Jungmusiker ihr Repertoire einstudiert; Für ein paar der Nachwuchsmusiker war es gar ihr erstes Konzert. Bemerkenswert, wie sich die Teenager dieser musikalischen Herausforderung stellten und auch schwierige Stücke meisterten.

«Im Vordergrund steht, was die Jugendlichen bei den Proben gelernt haben, nicht ihre Performance am Konzert», meinte Herzog und präzisierte: «Musik soll immer als Ganzes betrachtet werden.»

Drachenkampf auf dem Pilatus

Kraftvoll und pulsierend eröffneten die Jungmusiker ihr Konzert mit «Gale Force» von Larry Neeck. Die dramatischen Klänge eines auf dem Meer wütenden Sturms versprachen einen kontrastreichen Abend. Und weil sich jeder noch so heftige Sturm wieder legt, glitt auch die Melodie zurück in sanftere Wellen.

Imposant wurde es beim Stück «Pilatus» von Steven Reineke. Das Lied erzählte die abenteuerliche Geschichte eines Drachenkampfs auf dem Pilatus.

Mit schwerer Klangfarbe unterstrich der Komponist den mühsamen Aufstieg auf die von Nebel umhangene Bergspitze – gefolgt von bedrohlichen Tönen, die das Bild eines blutigen Kampfes gegen den Drachen hervorriefen.

Das Stück mit dem grössten Wiedererkennungswert war «Highlights from Harry Potter.» Entführt in eine Welt voller Zauber und Mystik bot das Medley eine reichhaltige Klangpalette. Gerne wäre man länger bei Harry in Hogwarts geblieben um den zauberhaften Melodien zu lauschen.

Atlantis war mystisch

Mystisch ging es mit «Atlantis» weiter, wo ein Kontinent im Meer versank. Für einen kurzen Moment spuckte der Meeresboden die verlorene Welt wieder aus und füllte den Raum mit geheimnisvollen Rhythmen einer vergessenen Zivilisation.

Das atemberaubende Werk von Rob Romeyn war für die Nachwuchsmusiker ein besonderer Höhepunkt.

Zum Schluss nahmen die Musiker ihr Publikum mit den «Beach Boys» auf eine Reise in den Süden. Dies gelang, und viele Zuhörer fühlte sich bei diesem Evergreen, als würden sie mit dem Surfbrett am Strand stehen.

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