Beinwil

Die MS Lindenberg nimmt Zuschauer mit auf eine Reise über die Weltmeere

Die turnenden Vereine präsentierten eine Reise mit Tauchgängen, Landausflügen und attraktivem Bordleben. Die MS Lindenberg war praktisch bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Es muss heute mehr sein als eine Reihe von turnerischen Darbietungen, wenn Turnvereine an die Öffentlichkeit treten. In Beinwil wurde vordemonstriert, was auch noch geht: Hintergrundbilder auf der Bühne, leuchtender Sternenhimmel an der Decke, der Blick durch Bullaugen auf Leuchttürme und Inseln und ein roter Faden in den Personen von Rosi und Walti Ramseier, die auf einem Kreuzfahrtschiff die Welt erkunden.

Eingestiegen ist das ältere Beueler Ehepaar, das nicht gerade reisegewandt ist, am «Pier 5637», nachdem die Beiden die Reise in einem Wettbewerb gewonnen haben. Pirmin Bucher, Kapitän der MS Lindenberg, konnte eine grosse Gästeschar an Bord willkommen heissen.

Muskeln, Sterne, Hafenkneipe

Auf der Fahrt über die Weltmeere gab es vieles zu erleben. Die Buben-Jugi bewies sich als muskulöse Matrosen, die Kleine Jugi sorgte dafür, dass die Bordküche nicht kalt wurde. Auf der Karibikinsel zeigten sich die Aktiven von der wilden, kannibalischen Seite und das Muki-Turnen untermauerte, dass auch Piratenmütter lieb sind. Trotzdem blieb zunächst der Schreck bei Rosi und Walti und auch Teilen des Publikums sitzen: Die Piratenkanone, der sie sich vorsichtig näherten, ging mit einem gewaltigen Krachen ab.

Wer auf dem Meer unterwegs ist, will auch erleben, wie es unter Wasser aussieht. Das Kinderturnen entführte das Publikum in die Welt der bunten Fische. Weil die Bordküche fleissig war, gab es mit den Aktiven ein Gala-Dinner, wobei sich Rosi Ramseier offenbar mindestens so sehr auf den gut gebauten Kapitän freute wie ihr Mann auf einen rechten Mocken Fleisch. Schon fast poetisch thematisierte die Frauenriege mit dem Sternenhimmel auf hoher See die romantische Seite einer Kreuzfahrt und liess Ballone aufsteigen

Jede Reise hat ein Ende

Im zweiten Teil der Turnershow kam die Männerriege auf das Wellengang-Heimweh zu sprechen und die Grosse Meitli-Jugi führte die Mitreisenden in den Frachthaften. Das Samstagstraining lockte in die Hafenkneipe und mit dem Volleyball konnte New York besichtigt werden.

Mit (Alp-)Traum der Mittleren Meitli-Jugi und der Abendunterhaltung der Aktiven ging, nach insgesamt 13 attraktiven Darbietungen, eine abwechslungsreiche, tempogeladene Reise zu Ende. Selbstverständlich konnten sich die Gäste vor und auch während der Reise kulinarisch aus der Bordküche verwöhnen lassen.

Die MS Lindenberg sticht übrigens nochmals in See, und zwar am 22. März, um 20 Uhr. Vertäut ist das Schiff am Pier 5637, im Hafengelände bei der Mehrzweckhalle.

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