Naturkunst
Die Motorsägen-Osterhasen an der Bünz

Der Dottiker Pius Wietlisbach hat aus Baumstrünken an der Bünz zwei Osterhasen gefräst. Doch woher kommt der echte Osterhase denn eigentlich?

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Die beiden Osterhasen an der Bünz.

Die beiden Osterhasen an der Bünz.

Toni Widmer

Einer sitzt im Norden von Wohlen, an der Zufahrt zur Kläranlage Blettler, der andere im Süden, am Dammweg an der Bünz gegen Waltenschwil.

Zwei Osterhasen mit roter Schleife um den Hals. Mit der Motorsäge gefräst aus Baumstrünken vom Dottiker Pius Wietlisbach. «Ðie Strünke der gefällten Bäume haben sich für solche kleinen Kunstwerke angeboten. Ich wollte damit den Spaziergängern an der Bünz eine Freude bereiten und wie sich am Wochenende zeigte, ist es mir gelungen. Am Osterhasen bei der Kläranlage habe ich viele Leute mit Fotoapparaten gesehen und eine Frau hat mir sogar eine richtige Postkarte mit einem meiner Osterhasen darauf zugeschickt.»

Woher stammt eigentlich der Osterhasenbrauch? Dazu gibt es verschiedene Deutungen. Schriftlich erwähnt wird der Hase in Zusammenhang mit Ostern erstmals im 17. Jahrhundert, in einer Abhandlung zum Thema.

Darin wird der Brauch aus einigen deutschen Regionen beschrieben, wie der Osterhase die Eier in Gärten im Gras und Gesträuch versteckt, wo sie zur Freude und Belustigung der Erwachsenen von den Kindern gesucht werden.

Woher genau die Fabel vom Osterhasen stammt, wird dabei nicht genannt. Der Osterhasenbrauch war offenbar vorerst nur in den europäischen Ländern verbreitet und erst später von Auswanderern auch nach Amerika gebracht. (to)