Unterlunkhofen
Die Miss Kelleramt kommt aus dem Oberfreiamt

Sie muht im Stall von Michael und Vit Lang in Aristau und heisst Ciska. Sie ist die Schönste und darf deshalb seit gestern den Titel «Miss Kelleramt» tragen.

Eddy Schambron
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Die Vorführungen der Tiere im Ring wurden auch von einem grossen Publikum mit Interesse mitverfolgt.

Die Vorführungen der Tiere im Ring wurden auch von einem grossen Publikum mit Interesse mitverfolgt.

Eddy Schambron

Diese Auszeichnung erlangte die Kuh an der sehr gut besuchten Viehschau des Viehzuchtvereins (VZV) Kelleramt in Unterlunkhofen. Der Schöneuterpreis ging an Sara von Jakob Wiederkehr, Jonen, Erstmelk-Champion ist Frosty wiederum vom Hof Michael und Vit Lang, und Rinder-Champion wurde Sunset von Hugo Abt, Rottenschwil. Die Viehschau fand zum 110-jährigen Bestehen des VZV auf dem Oberhuserhof von Patricia und Thomas Müller statt, welcher als OK-Präsident auch für die Organisation verantwortlich zeichnete.

Spannende Rangierung

Nach der Vorführung der Tiere kam es in jeder Abteilung zur anschliessenden Rangierung durch den Experten David Amrein. Er war jeweils des Lobes voll, was insofern nicht verwunderte, hatten doch die Viehzüchter die schönsten und besten Tiere zum «Oberhuserhof» gebracht, um sie begutachten zu lassen. Während die Züchter aufmerksam die Beurteilung durch den Experten zur Kenntnis nahmen, waren die Laien unter den Zuschauern überrascht, wie offensichtlich doch Unterschiede zwischen den Tieren festzustellen sind. Wenn Amrein das «ausgeprägten Zentralband» erwähnte oder von einer «stärkeren Beckenneigung», von überzeugender Euterlänge, vom «etwas höherem Unterboden» oder vom «gut aufgesetzten Widerrist» sprach, sah man als Nichtzüchter und Nichtbauer eigentlich nur eines: eine schöne, braune Kuh. Interessant waren die Ausführungen des Fachmanns trotzdem. Rund 120 Tiere wurden an der Jubiläumsviehschau aufgeführt; sie fanden nicht nur einen grosszügigen Platz für das Warten auf den Auftritt vor, sondern auch beste Verhältnisse im Ring selber.

Sehr zufrieden

«Es ist alles hervorragend abgelaufen», freute sich OK-Präsident Thomas Müller. Er war nicht nur mit der Auffuhr der Tiere und dem Wetter mehr als zufrieden, sondern auch mit dem Publikumsaufmarsch. Die Viehschau ermöglicht den Viehzüchtern nicht nur, auf dem Platz Vergleiche anzustellen, sondern auch mit Züchterkollegen zu fachsimpeln und natürlich die Geselligkeit zu pflegen. Dafür wurde eine grosszügige Festwirtschaft geführt. Schliesslich sind Viehschauen auch kulturelle Anlässe, an denen der Kontakt und der Gedankenaustausch mit der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung gepflegt werden.

Der 110-jährige Viehzuchtverein Kelleramt, dem die Gemeinden Jonen, Oberlunkhofen, Unterlunkhofen, Rottenschwil, Zufikon, Bellikon, Berikon, Oberwil-Lieli, Islisberg und Arni angehören, nahm die Schau zum Anlass, sich selbst vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Der Präsident des Vereins, Michael Lang, Sandmatthof, Aristau, kann auf 30 aktive und vier passive Mitglieder zählen, die gegen 720 Herdebuchtiere im Stall haben.