Kommentar
Die Mischler haben verloren – Wohlen aber gewonnen

Toni Widmer
Toni Widmer
Merken
Drucken
Teilen
Paul Huwiler als Vizeammann abgewählt.

Paul Huwiler als Vizeammann abgewählt.

Toni Widmer

Die Gemeinderatswahlen in Wohlen sind schon im ersten Wahlgang gelaufen. Wohlen hat einen neuen Gemeindeammann, einen neuen Vizeammann, eine neue Gemeinderätin und einen neuen Gemeinderat. Punkt und fertig.

Das ist gut so. Sehr gut sogar. Denn von einem zweiten Wahlgang wäre wenig Gutes zu erwarten gewesen. So gab es Leute, die dazu aufgerufen haben, nicht die offiziell Kandidierenden zu wählen, sondern irgendwelche Namen auf die Stimmzettel zu schreiben. So könne man dann im zweiten Wahlgang die Wohler Politik so richtig aufmischen. Das ging total in die Hose.

Die CVP hat Paul Huwiler, der sich vorerst auf eine Wiederkandidatur als Vizeammann konzentrieren wollte, zur Ammann-Kandidatur gedrängt. Sie glaubte, mit einer bürgerlichen Allianz im Rücken das von Anfang an nicht unbedingt einfache Unterfangen schaffen und ihn mit Unterstützung von FDP und SVP ins Amt bringen zu können. Die CVP hat sich zudem mit einer Dreierkandidatur aufs Glatteis gewagt und ist auch damit auf die Nase gefallen. Ruedi Donat wird es seiner Partei danken.

Die FDP hat nach den Wahlen von 2013 den parteilosen Bruno Breitschmid ins Boot geholt und war wieder im Gemeinderat vertreten. Jetzt wollte sie ihn wieder loswerden, hat sich aber dann doch nicht getraut, ihm die Unterstützung offiziell zu verweigern. Resultat: erneut ein Gemeinderat Wohlen ohne FDP.

Die Mischler und Strategen haben verloren. Wohlen aber hat gewonnen.