Muri
Die Macht des Fagotts im Klosterhof

Der Titel ist bei der Sommerserenade Programm: Matthias Rácz präsentiert mit seiner Fagottklasse originale und bearbeitete Leckerli für Ensembles in diversen Besetzungen – vom Trio bis Nonett für Fagotte und Kontrafagott.

Fabian Hägler
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Die Fagottklasse der Zürcher Hochschule der Künste tritt am kommenden Freitag im Murianer Klosterhof auf.ZVG

Die Fagottklasse der Zürcher Hochschule der Künste tritt am kommenden Freitag im Murianer Klosterhof auf.ZVG

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Bei der Sommerserenade im Klosterhof Muri kommt am 28. Juni das beeindruckende Ausdrucksspektrum des grössten Holzblasinstruments voll zur Geltung: Es reicht von zart angehauchten bis zu jazzigen, rauen Klängen. Der Tonumfang reicht vom tiefen Grummeln des Kontrafagotts bis zu überraschend hohen Tönen in der Sopranlage.

Passend zur Stimmung einer Serenade präsentieren die Musiker populäre Werke von Antonio Vivaldi, Georg Christoph Anton Wagenseil, Peter Jansen und, als Höhepunkt, eine Bearbeitung von Modest Mussorgskjs «Bilder einer Ausstellung».

Mit dabei ist auch die 18-jährige Valeria Curti aus Brugg, die bei the muri competition (tmc) vom April die Herzen der Zuhörer und die Auszeichnung «Young Artist Award» gewonnen hat. Auch Marina García und Yuan Tianwei sind dem Murianer Publikum vielleicht noch in Erinnerung. Andere Studentinnen und Studenten waren als Helfer bei tmc im Einsatz. «Ich freue mich sehr, in Muri zusammen mit Matthias Rácz und Hans Agreda auf der Bühne zu stehen», betont Valeria Curti.

Rácz und Agreda, beide Mitglieder im Tonhalle-Orchester, unterrichten die Fagottklasse der Zürcher Hochschule der Künste. Matthias Rácz ist ein international bekannter Solist und Professor für Fagott und wirkte bei the muri competition als Leiter der Fagottjury. 2002 erhielt er jeweils den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb «Prager Frühling» sowie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Seit 2003 ist er Solofagottist beim Tonhalle-Orchester Zürich. Ausserdem spielt er als Solofagottist im Lucerne Festival Orchestra.

Hans Agreda wurde in Venezuela geboren und hat in seinem Heimatland, Deutschland und den USA studiert. Am Schmolz-Bickenbach-Wettbewerb für Kammermusik der Stadt Düsseldorf holte er den 1. Platz und den Publikumspreis. Bereits in jungen Jahren spielte Hans Agreda im Jugendorchester Venezuela unter der Leitung von Gustavo Dudamel, Giuseppe Sinopoli und Claudio Abbado. Zudem wirkte er in verschiedenen angesehenen Orchestern in Europa mit. Heute ist er Kontrafagottist des Tonhalle-Orchesters Zürich.

Sommerserenade: Freitag, 28. Juni, 20.30 Uhr, Klosterhof Muri, bei schlechtem Wetter im Festsaal, Tickets bei Muri Info, Telefon 056 670 96 63, www.murikultur.ch oder www.ticketville.ch