Für die demissionierende Susanne Müller sitzt neu Nicole Villiger aus Reussegg im Vorstand. Müller habe während ihren elf Jahren Amtszeit mit ihrer ruhigen und gelassenen Art sowie mit ihren Ideen und Inputs viel im Vorstand bewirkt, hielt Präsidentin Ursula Brunner aus Auw an der Generalversammlung fest. Mit Nicole Villiger folgt eine Bäuerin und ausgebildete Kauffrau nach, die sich bereits als Ortsvertreterin für die Anliegen und Interessen der Landfrauen und Bäuerinnen engagiert hat.

Wechsel gab es auch bei den Ortsvertreterinnen: Auf Corinne Arnold folgt in Geltwil nach fünf Jahren Lea Fischer und in Rottenschwil hat Sabrina Weber-von Burg nach sieben Jahren die Demission eingereicht, die Ortsvertretung wird dort nun von Sandra Leibacher allein geführt. Kurse werden zudem immer mehr durch gemeinsame Aktivitäten abgelöst, wie Brunner erklärte. So wurden im Bezirk Muri 18 Kurse in Kochen, Backen, Hauswirtschaft, Werken und Gestalten, Garten und Floristik, Gesundheit und Allgemeinbildung angeboten.

Lichtblick sein

Es war ein reichhaltiges, abwechslungsreiches 2017 für die Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri, wie Brunner in ihrem Jahresbericht in Erinnerung rief. Das Vereinsjahr unter dem Motto «Liecht, Liechtblick, Augenblick» konnte unter anderem mit Wallfahrt, Bittgottesdienst in Merenschwand, Diplomfeier für 116 Bäuerinnen mit Fachausweis in Muri, Bezirksreise an den Zibelemärit in Bern, verschiedenen Kursen und Sitzungen aufwarten. Auch erwies sich die Kantonalreise nach Holland als ein Höhepunkt.

«Landfrauen können Lichtblick sein», führte Brunner mit Blick auf das Jahresmotto aus. Auch in schwierigen Zeiten könne aus dem Augenblick Verständnis und Wärme füreinander entstehen.

Die Jahresrechnung, präsentiert von Brigitte Strebel, weist Einnahmen von total 18 236 Franken aus; davon sind allein 12 190 Franken aus Mitgliederbeiträgen. Die Ausgaben beliefen sich auf 19 594 Franken. Durch die Mehrausgaben von 1358 Franken verringerte sich das Vereinsvermögen auf 32 259 Franken. An der Generalversammlung in Buttwil konnte weiter Käthi Meier, Waltenschwil, zum Abschluss als Bäuerin mit Fachausweis gratuliert werden. Dem Verein gehören aktuell 623 Frauen an.

Landfrauen packen an

Bereits seit neun Jahren gibt es den Haushaltservice Aargau der Landfrauen. Diese flexible Mithilfe im Haushalt hat sich etabliert und ist begehrt, wie Kathrin Krummenacher darlegte. Der Service zählt 250 Kundinnen und Kunden, geleistet werden durchschnittlich gegen 2000 Arbeitsstunden im Monat. «Der Bedarf für Hilfe im Haushalt besteht und nimmt zu.» Deshalb sucht der Service weitere Landfrauen und Bäuerinnen, die sich mit dieser Arbeit einen Zusatzverdienst sichern wollen. Kantonalpräsidentin Lotti Baumann stellte fest, dass der Zusammenschluss der Frauen auch auf kantonaler und nationaler Ebene wichtig ist. Das stärke die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. «Die Leute wissen, wenn die Landfrauen etwas anpacken, dann kommt es gut.»

Nach dem geschäftlichen Teil erfreute die Zithergruppe Susanika aus Buttwil die Teilnehmenden, die den gemütlichen Gedankenaustausch pflegten, bevor wieder der Alltag rief.