Büttikon
Die letzten Töne klingen aus: Der Männerchor Büttikon ist bald Geschichte

Kein Männergesang mehr in Büttikon, die Chorgemeinschaft mit Wohlen wird aufgelöst, der Männerchor vorderhand stillgelegt. Zuvor gibt es jedoch noch ein fulminantes Abschiedskonzert. Am 29. und 30. November gibt der Männerchor noch einmal alles.

Toni Widmer
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Die Chorgemeinschaft am Jahreskonzert 2011.

Die Chorgemeinschaft am Jahreskonzert 2011.

zvg

«Die alten Strassen noch, die alten Häuser noch, die alten Freunde aber sind nicht mehr» – so der Refrain eines bekannten Liedes, welches schon im vorletzten Jahrhundert gesungen worden ist. Ziemlich sicher auch in Büttikon, wo bereits 1860 ein Männerchor gegründet worden ist.

Am 29. und 30. November ist am traditionellen Konzert die Chorgemeinschaft Büttikon-Wohlen zum letzten Mal zu hören. Danach ist Schluss. Die vor 12 Jahren gebildete Chorgemeinschaft mit Wohlen wird aufgelöst, der Männerchor vorderhand stillgelegt. In Büttikon gibt es keine alten Lieder mehr. Zumindest keine, die von einer reinen Männerrunde öffentlich gesungen werden.

Nachwuchs hat kein Interesse

Eine bittere Pille für alle Beteiligten, laut Chorpräsident Marcel Glaus aber schliesslich unabwendbar: «Das Durchschnittsalter steigt und steigt. Viele unsere Mitglieder sind 80 Jahre alt und älter. Genügend Nachwuchs haben wir trotz aller Anstrengungen nicht rekrutieren können. Die jungen Leute haben entweder kein Interesse am Männergesang oder dann keine Lust, sich an einen Verein zu binden. Nach und nach gehen uns die Stimmen aus.» So habe man sich nach reiflicher Diskussion entschieden, den Schlussstrich zu einem Zeitpunkt zu setzen, wo der Chor noch in einer so guten Verfassung sei, dass man ihn in guter Erinnerung behalten könne.

Am Abschiedskonzert vom Freitag und Samstag, 29./30. November will die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Richard Saxer, der die Büttiker Sänger seit 1977 leitet, noch einmal alles geben.

Die schönsten Melodien

Verstärkt mit 12 Gastsängern verspricht der Chor unter dem Motto «Best of . . .» die schönsten Melodien der letzten Jahre sowie verschiedene musikalische Überraschungen. Am Klavier werden die Sänger von Bernhard Hörler begleitet, für Abwechslung sorgen die Crazy Hoppers unter der Leitung von Hansruedi Probst.