Buttwil
Die Lebensbäume haben zum 10. Mal Geburtstag

Vor zehn Jahren, zum 200-Jahr-Jubiläum des Kanton Aargau, eröffnete der Lebensbaumpark in Buttwil. Wer noch einen Baum will, muss allerdings nach Aesch.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen
Iris Frey und Kurt Huwiler im Lebensbaumpark Buttwil. kob

Iris Frey und Kurt Huwiler im Lebensbaumpark Buttwil. kob

Die Bäume, die in Buttwil am Lindenberg wachsen, stehen für Freundschaft, Liebe, Familie und Beständigkeit. Die Nussbäume, Birken und Apfelbäume wurden für das eigene Kind, für einen Freund, anlässlich einer Hochzeit oder einer Firmengründung gesetzt.

«Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, am häufigsten sind es aber Eltern, Paten oder Grosseltern, die den Kindern ein Geschenk machen wollen, an dem sie viele Jahre Freude haben können und das mit ihnen grösser wird», sagt Iris Frey vom Klosterhof Muri. Der Lebensbaum-Park wurde vor zehn Jahren eingeweiht. Ein zweiter folgte 2008 in Aesch.

Noch 52 freie Plätze in Aesch

Wer hier einen Baum hat, darf ihn jederzeit besuchen und auch die Früchte ernten. Pflegen muss man den Baum nicht, das Zuschneiden und sonstige Pflegearbeiten sind im Preis inbegriffen.

«Die Besitzer können kommen und geniessen, wir kümmern uns um die Bäume», sagt Frey. Ein Baum gehört 20 Jahre lang seinem Besitzer, dieser kann dann sein Baum-Abo verlängern, wenn er möchte.

«Es ist aber natürlich auch möglich, dass jemand kein Interesse hat, den Baum länger zu behalten, dann kann man aus dem Holz eine Bank fertigen lassen oder ihn zu Feuerholz verarbeiten», sagt Frey.

Wer jetzt einen Baum verschenken möchte, muss allerdings nach Aesch ausweichen – in Buttwil gibt es keine Pflanzplätze mehr. «In unserem Park oberhalb des Hallwilersees sind noch 52 Plätze verfügbar», bestätigt Kurt Huwiler.

Die Pflanzaktionen finden jeweils im Frühling und im Herbst statt. Das Setzen des Baumes wird als festlicher Akt zelebriert, Huwiler offeriert anschliessend einen Apéro auf seinem Weingut Klosterhof.

Ein Beitrag zur Biodiversität

Die Idee des Lebensbaum-Parks ist entstanden, als der Kanton Ideen für seine 200-Jahr-Feier gesucht hat. In beiden Lebensbaum-Parks werden ausschliesslich einheimische Sorten gepflanzt.

In Aesch sind auch viele bedrohte Arten wie der Speierling im Angebot. Damit tragen die Bäume als auch die umliegende Blumenwiese zur Biodiversität bei.

Die nächste Pflanzaktion findet am 6. April statt. Infos und Anmeldung unter www.lebensbaum-park.ch

Aktuelle Nachrichten