Sins
Die Landsgmeind im Altersheimgarten von Sins

Neben der Jahresrechnung standen zwei Verabschiedungen sowie Informationen über künftige Projekte im Vordergrund.

Cornelia Bisch
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Gemeindeammann Josef Huwiler (am Mikrofon) leitete die Gemeindeversammlung unter schattigen Bäumen. Cornelia Bisch

Gemeindeammann Josef Huwiler (am Mikrofon) leitete die Gemeindeversammlung unter schattigen Bäumen. Cornelia Bisch

Toni Widmer

Es herrschte eine ruhige, lockere Atmosphäre im stimmigen Garten des Betagtenzentrums Aettenbühl, wo die Sinser Stimmbürger ihre Sommergmeind unter freiem Himmel abhielten. Alle Anträge des Gemeinderates wurden anstandslos genehmigt.

So die Jahresrechnung, die einen Ertragsüberschuss von rund 420 000 Franken ausweist. Die Investitionsrechnung verzeichnet Ausgaben von fast 3 Mio. Franken, die Einnahmen liegen bei rund 1,5 Mio. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt in Sins aktuell bei 3300 Franken.

GEP viel teurer als geplant

Bereits vor vierzehn Jahren hatte das Stimmvolk einen Kredit für die Generelle Entwässerungsplanung (GEP) von 240 000 Franken genehmigt, der infolge teuerungsbedingter Mehrkosten zehn Jahre später fast verdoppelt wurde. Aber auch diese Summe reichte nicht aus. «Es kommt selten vor, aber diesmal haben wir den Kredit um rund 55 000 Franken überschritten», bedauerte Gemeinderätin Andrea Moll. Grund dafür seien Regie- und Zusatzarbeiten gewesen sowie diverse System-Modernisierungen. Für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland war ebenfalls eine Kreditaufstockung um fast den doppelten Betrag auf 400 000 Franken nötig geworden. Dank eines guten Planungsverlaufs konnten dann jedoch rund 20 000 Franken eingespart werden.

Weil für die kleine Nachbargemeinde eine Sanierung der bestehenden Kleinanlage aus Kostengründen nicht infrage kommt, hat Mühlau ein Anschlussgesuch an den Abwasserverband Sins-Auw-Abtwil gerichtet. «Abklärungen ergaben, dass die Kapazitäten der ARA Giessenmatt einen Anschluss erlauben würden», führte Andrea Moll aus. Dies dürfte auch wirtschaftlich interessant sein für die drei bestehenden Betreibergemeinden. Die Gemeinde Mühlau wird ein neues Pumpwerk mit Druckleitung erstellen sowie die Biologie der ARA Giessenmatt ausbauen. Dazu kommt die Erstellung eines Regenbeckens nahe der alten ARA in Mühlau. Die entsprechenden Satzungsänderungen wurden von der Versammlung einstimmig gutgeheissen.

Eines der bedeutendsten Projekte der nahen Zukunft ist die Südwestumfahrung, deren Baubeginn für das Jahr 2017 geplant ist, wie Andreas Villiger informierte. Im Zuge dieser Bautätigkeit wolle man eine Verkehrsanbindung an den Kreisel eingangs Dorf realisieren.

Schulhaus Letten wird erweitert

Eine Erweiterung beziehungsweise Aufstockung des Schulhauses Letten sowie eine Sanierung und Erweiterung der Aussenplätze werden in Kürze notwendig. Die modernen Unterrichtsformen erfordern mehr Gruppenräume und mit der Umstellung auf sechs Primarschuljahre besteht generell mehr Platzbedarf.