Merenschwand
Die Landfrauen bereichern die Dörfer mit ihren Kursen und Eigensinn

Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri wollen mit allen Sinnen arbeiten. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Kurse zum Beispiel in Kochen, Garten und Floristik und Gesundheit abgehalten.

Eddy Schambron
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Valentin verfolgt als jüngster Teilnehmer die Generalversammlung der Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri. ES

Valentin verfolgt als jüngster Teilnehmer die Generalversammlung der Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri. ES

Die Ortsvertreterinnen sind wichtige Eckpfeiler der Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri. An der Generalversammlung in Benzenschwil betonte Präsidentin Bernadette Barmettler, dass sie mit ihren Kursen und Aktivitäten das Dorfleben stark bereichern. Im Bezirk wurden im letzten Jahr von den Ortsvertreterinnen 22 Kurse in Kochen, Backen, Hauswirtschaft , Werken und Gestalten, Garten und Floristik, Gesundheit und Allgemeinbildung angeboten.

Zudem wurden verschiedene Aktivitäten für die Bevölkerung und das Gemeinwohl organisiert, etwa die Gestaltung von Erntedankgottesdiensten, bei der Brauchtumspflege, im sozialen Bereich oder mit Exkursionen. Am Tag der Pausenmilch wurde an zehn Orten Milch verteilt.

Zwei Demissionen

In Benzenschwil/Merenschwand gab Annelies Wiederkehr nach zwölf Jahren ihre Demission bekannt. Neu übernimmt Ursula Späni die Ortsvertretung. In Waltenschwil hört nach zehn Jahren Beatrice Gürber auf. Neu übernimmt Vreni Emmenegger dieses Amt. Für Dietwil und Sins wird noch je eine Ortsvertreterin gesucht. In ihren Jahresbericht konnte Barmettler schliesslich auf ein buntes und reiches Jahr zurückblicken.

Ganz nach dem Jahresmotto «Mit allen Sinnen» habe es zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke gebracht. «Wir Landfrauen erleben vieles noch mit allen Sinnen und stehen mit beiden Beinen auf der Erde. Das gibt uns Kraft und Sicherheit.» Vieles sei heute hingegen von Sinnen: «Lebensmittel, bei denen nur noch der Preis zählt, eine Gesellschaft, die es verlernt, sich mit Grundnahrungsmitteln zu ernähren». Es gebe viele Studierte im Land, aber zu wenig Gescheite.

Die Jahresrechnung schloss mit 221 Franken Überschuss ab, das Vermögen beläuft sich auf 33 530 Franken. In diesem Jahr absolvierte keine Bäuerin die Ausbildung, die zum Fachausweis führt.

Othmar Vollenweider, Präsident des Freiämter Landwirtschaftsvereins, lobte das Engagement der Bäuerinnen. «Sie geben uns Bauern den Rückhalt und tragen Entscheidungen mit.» Zusammen mit dem Landwirtschaftsverein würden sie sich auch starkmachen, wenn es darum geht, die Landwirtschaft zu zeigen und ein positives Image zu prägen.