Hermetschwil/Waltenschwil
Die Kurve im Rotwasser wird gestreckt

Die Bremgarterstrasse zwischen Waltenschwil und Hermetschwil wird saniert, verbreitert und mit Amphibiendurchlässen ausgestattet.

Dominic Kobelt
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Die Fahrbahn soll verbreitert und die Kurve gestreckt werden. Dominic Kobelt

Die Fahrbahn soll verbreitert und die Kurve gestreckt werden. Dominic Kobelt

Rund 4 Millionen soll die Strassensanierung kosten, die seit Montag auf den Gemeinden Waltenschwil, Bremgarten und Bünzen öffentlich aufliegt. Wird das Projekt in dieser Form genehmigt, beträgt die Bauzeit sieben bis acht Monate bei Vollsperrung. Saniert werden soll die Bremgarterstrasse auf einer Strecke von 1,3 Kilometern, ausgangs Waltenschwil bis zu der Abzweigung Richtung Bünzen, also bis kurz vor dem Eingang in den Bremgarter Ortsteil Hermetschwil.

«Massvolle Kurvenstreckung»

Der Zustand der Fahrbahn sei schlecht, was jährlich zu hohen Unterhaltskosten führe, heisst es im Projektbeschrieb. Zudem sei sie zu wenig breit: «Die Strassenränder werden von den Lastwagen ständig überfahren.» Besonders problematisch ist die enge Fahrbahn in der 90-Grad-Kurve Rotwasser (Bild). «Für die Sanierung der Kurve Rotwasser gilt es eine massvolle Kurvenstreckung für den Begegnungsfall Lastwagen - Lastwagen zu projektieren.» Konkret ist geplant, den Kurvenradius von heute 35 Meter auf 46,5 Meter zu erhöhen und die Fahrbahn auf 7,7 Meter zu verbreitern. Ob die Geschwindigkeit im Bereich der Kurve angepasst werden muss, wird nach Abschluss der Sanierung geprüft. Heute gilt Tempo 40.

Als weitere Massnahme zur Erhöhung der Sicherheit wird überall, wo ein Waldweg in die Strasse einbiegt, der Wald gerodet, damit bessere Sicht auf die Fahrbahn besteht. Für die gefällten Bäume sind an anderer Stelle Ersatz-Aufforstungen geplant.

Amphibienschutz und Gehweg

Nicht nur die Autofahrer sollen aber von mehr Sicherheit profitieren, für Amphibien und Kleintiere ist eine Leiteinrichtung auf 530 Meter Länge geplant, inklusive sechs Durchlässen im Abstand von 75 Metern.

Die Gemeinde Waltenschwil wollte das anstehende Bauprojekt nutzen und stellte die Forderung nach einem Rad- und Gehweg. Auf die Forderung wurde aus Gründen des kantonalen Radroutenplanes und der Kosten nicht eingetreten, heisst es in der Auflage. Die Aussprache zwischen Projektleiter und dem Gemeinderat habe aber zu einer Projekterweiterung geführt. Am nördlichen Fahrbahnrand soll es einen Fussweg von 1,4 Meter Breite bis zur Rotwasserkurve geben. So haben Wanderer eine Verbindung zur Haltestelle Erdmannlistein. «Damit erfährt das Wanderwegnetz Bünztal eine sinnvolle Netzergänzung.»

Um das Projekt realisieren zu können, muss der Kanton Land erwerben und in manchen Bereichen eine vorübergehende Nutzung beantragen.

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