Kulturförderung

Die Kulturförderung hat ein neues Gesicht

Musiker Nico Schulthess

Musiker Nico Schulthess

Der 25-jährige Nico Schulthess aus Widen hat diesen Monat die Projektleitung des Aargauer Kulturförderprojekts Kulturdünger übernommen. Der Musiker will dass Projekt bekannter machen und weiterentwickeln.

Seit 2006 fördert Kulturdünger, ein Projekt vom KiFF Aarau und dem Kanton Aargau, junge Kultur. Unterstützt werden Projekte aus den Sparten Musik, Film, Tanz, Theater, Literatur, bildende Kunst, Fotografie und Veranstaltungen von Aargauer Jugendlichen bis 25 Jahre.

Freischaffender Musik

Der neue Projektleiter, Nico Schulthess, ist freischaffender Musiker und geht ab nächster Woche mit der Band Al Pride auf Tour. Er ist die erste Kontaktperson für die rund 60 jugendlichen Antragsteller, die jedes Jahr ihre Projekte einreichen. Erhalten die Musik-Projekte nun mehr Gewicht? «Nein», sagt Schulthess: «Die Entscheidung, welche Projekte mit welchem Beitrag unterstützt werden, fällt eine Fachgruppe. Die sieben Mitglieder decken mit ihren Erfahrungen und Tätigkeiten alle Bereiche ab.» Für die Unterstützung sei nicht der Bereich, sondern der Inhalt und das Engagement der Gesuchsteller entscheidend.

Das Kulturförderprojekt steht den Jugendlichen in ihren ersten Projekterfahrungen und der Realisierung ihrer Ideen nicht nur beratend zur Seite, sondern investiert auch in sie: Jährlich 50 000 Franken fliessen so in die Ideen von jungen Kreativen.

Eigene Erfahrung war Motivation

Schulthess löst nach knapp vier Jahren die bisherige Projektleiterin Daniela Hallauer ab. Ihn habe besonders die eigene Erfahrung dazu bewogen, die Aufgabe zu übernehmen: «Ich durfte selber erleben, wie wertvoll die Unterstützung für junge Kulturschaffende sein kann. So war Kulturdünger mit der Unterstützung unserer ersten Album-Produktion massgeblich an der Entwicklung von Al Pride beteiligt, da uns als Band durch den Beitrag neue Möglichkeiten eröffnet wurden.»

Projekt soll bekannter werden

Ändern möchte der Widener am Projekt nichts: «Weiterentwickeln ist das bessere Wort. Meine Vorgängerin Daniela Hallauer hat sehr gute Arbeit geleistet. Gestern war mein erster Arbeitstag. Ich will mich zuerst noch weiter in das Projekt Kulturdünger einarbeiten, bevor ich entscheiden kann, wo Weiterentwicklungen und allenfalls Veränderungen sinnvoll sind und das Projekt weiterbringen könnten.» Die grosse Herausforderung an der Arbeit sei vorerst, die Bekanntheit von Kulturdünger zu steigern. «Ich hoffe schwer, dass die grosse Flut von innovativen und ambitionierten Projekten, welche ich entgegennehmen und zusammen mit der Fachgruppe evaluieren darf, zu meiner Herausforderung avanciert.»

Mehr Infos unter www.kulturduenger.ch Über die Website können auch Projekte eingereicht werden.

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