Muri
Die Kreisbezirksschule bringt ein himmlisches Theater auf die Bühne

Theatergruppe der Kreisbezirksschule bietet eine Auseinandersetzung mit einem nicht alltäglichen Thema.

Eddy Schambron
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Manchmal geht es im Himmel auch ganz schön locker zu und her: Neuankömmlinge vergnügen sich mit Engeln an der Bar. ES

Manchmal geht es im Himmel auch ganz schön locker zu und her: Neuankömmlinge vergnügen sich mit Engeln an der Bar. ES

Eddy Schambron

Sie alle sind in den Himmel gekommen, nachdem sie mit ihrer Lehrerin bei einer Biologieexkursion verunfallt sind. Die sieben tödlich verunglückten Jugendlichen reagieren allerdings unterschiedlich auf diese Tatsache. Eine Schülerin vermisst ihre Gucci-Tasche, eine andere interessiert nur, ob es im Himmel eine Schule gibt – damit sie einen Bogen um sie machen kann.

«Die Fragen der Neuankömmlinge sind immer die gleichen», seufzt der Himmelspförtner in der Aufführung «Endstation Himmel?» der Theatergruppe der Kreisbezirksschule Muri: «Gilt hier die Cumulus-Karte? Oder gibt es hier fettarmes Joghurt?». Der Himmelsportier und seine Assistentin registrieren die Neuankömmlinge mit einem Scanner, ordnen sie ein und drücken ihnen den Himmelsführer in die Hand.

Debatte mit dem «Chef»

Es gibt im Himmel offenbar auch eine Hierarchie. Die Engel sind abgeklärt, die Halbengel laufen jedoch Gefahr, sich zu verletzen, wenn sie beispielsweise noch ohne Flügel auf der Himmelsleiter ausrutschen. Die Neuen sind vor allem neugierig, und wenn einer flucht, dann blitzt es gehörig im Firmament. Zwei aber wollen zurück auf die Erde.

«Ich bin hier eine Fehlbesetzung», sagt etwa David zum Portier und will deshalb den Chef sprechen. «Ich muss zurück auf Mutter Erde.» Doch so einfach, mit einem «Retourticket», ist das nicht: Gott fordert die zwei, die zurück wollen, zu einer Debatte auf, bei der sie ihre Beweggründe darlegen sollen.

Die Theatergruppe verspricht eine spezielle und mitreissende Auseinandersetzung mit einem nicht ganz alltäglichen Thema. Die Hauptprobe zeigte, dass nicht zu viel versprochen wird. Und Nachwuchssorgen, das wird klar, gibt es im Himmel auch nicht: «Die Menschen haben ein verlängertes Wochenende und fahren weg. Es werden wieder ein paar nicht ankommen», sagt der Portier zur Assistentin und macht klar: «Das gibt wieder alle Hände voll zu tun.» Über 40 Jugendliche der dritten und vierten Klassen der Kreisbezirksschule spielen ein packendes Theater.

Sie werden begleitet von Susanne Hochuli als Verantwortliche für Kostüme, von Peter Hochuli und Mauro Nogara als Spielleiter sowie von Rolf Hersperger in der Technik.

Die Aufführungen finden am Freitag 1. April und am Samstag 2. April, jeweils ab 20 Uhr, und am Sonntag 3. April, ab 17 Uhr, in der Aula der Bezirksschule Muri statt. Eine Stunde vorher ist die Theaterbar im Foyer geöffnet.

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