Sins

Die kleinen Fasnächtler zeigen sich grossartig – und werden sogar bewertet

Der Kifasi-Umzug brachte 41 Nummern auf die Strasse und überraschte mit aufwendigen Bauten. Und er ist ganz modern: Die Zuschauer konnten per Handy für das beste Sujet abstimmen.

Der Kifasi-Umzug in Sins hat Tradition, passt sich aber der heutigen Zeit an: Die Umzugsbesucherinnen und -besucher konnten per Mobile für das beste Sujet voten und dabei Preise im Gesamtwert von 1300 Franken gewinnen. Die, die das taten, hatten es allerdings nicht einfach: Der Umzug bot zahlreiche tolle Nummern, zum Teil poetisch schön, zum Teil sehr aufwendig aufgebaut. Im Mittelpunkt standen selbstverständlich die jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtler.

Power-Pilzli und Froschkönige

Die Gartenzwerge aus dem Kindergarten Küfermatt 1 wussten beispielsweise genauso zu gefallen wie die Pinguine auf dem Weg zum Fasnachtsball (Einschulungsklasse 1) oder Super Marios Power-Pilzi (Kindergarten Letten). Im Kindergarten der Primar Aettenschwil waren die Piraten los und das Muki-Turnen Mühlau schickte Gladiatoren nach Sins, wo sie gleich hinter den Froschkönigen (Spielgruppe Striezi) marschieren konnten.

Vernetzt und im Bild

Ganz «im Bild» zeigte sich die Sek 1a/1b/1c, während die Primarklasse 4a total vernetzt daher kam. Passend zur Klasse machte sich die Sek 3a Gedanken zur Berufswahl, während die Real 1a als Zombie Apokalypse auftrat. Pech hatte die Bez 1b, die «verletzt» am Umzug teilnahm. Dafür behaupteten ihre Kollegen der Parallelklasse c: «Fat is beautiful». Selbstverständlich war die Jugend auch musikalisch lautstark vertreten mit der Jungguggenmusik «Rüüti-Fäger» aus Oberrüti.

Drei besonders aufwendig gestaltete Wagen fielen auf: Die Jugendgruppe Beinwil nahm «Pflotschi 2014» auf die Schippe. «Zeitreise mit Dietu: verpasster Bahnhof» wurde von Fakodi auf einem ebenfalls fantasievoll gestalteten Wagen thematisiert. Schliesslich widmeten sich die Vil-Brothers dem kürzlichen Ende des Restaurants Reussegg, welches zeitweise als eher zwielichtige «Oase» geführt wurde. Was da ging hinter den Mauern kam zum Vorschein, wenn die Abbruchbirne an die Wand prallte. «Eine Ära geht zu Ende», bedauerten die Vil-Brothers. Frauen von Sins holten zudem das Oktoberfest an den Umzug.

Nie ohne Guggenmusiken

Zum guten Ton an jedem Umzug gehören die Guggenmusiken. In Sins bildeten neben den einheimischen «Väntilwörgern» die Familienguggenmusik Auw, die «Rattenschwänz» aus Oberrüti, die «Mery Gügger» aus Merenschwand, die «Quaker» aus Hünenberg, «Los Contineros» aus Zug, «Coccoricos» aus Hünenberg, die Tambouren aus Muri-Adelburg und die «Rüüstalschränzer» aus Sins die gerne gehörte musikalische Begleitung. Mit dabei waren schliesslich die Chomer Weckhäxe. Diese Unterstützung aus der Region macht aus dem Sinser Umzug mehr als reiner Dorfumzug. Entsprechend besuchten auch viele Fasnächtler aus den Kantonen Luzern und Zug das Schauspiel.

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