«Am besten gefallen hat mir die Klarinette», erklärt die Enkelin. «Warum?», fragt Grosspapa. «Weiss ich nicht. Es ist einfach ein tolles Instrument.» Die «Schwarzwurzel» hat am Workshop, den das Armeespiel der Führungsunterstützungsbrigade 41 an der Primarschule Sarmenstorf durchgeführt hat, noch anderen Kindern imponiert: «Unsere Schülerinnen und Schüler durften heute auf spannende Weise verschiedene Blasinstrumente kennen lernen und ausprobieren. Tagesfavorit ist die Klarinette, dafür liegt bereits die erste Anmeldung vor», sagte Marina Geissbühler am Abschlusskonzert der Militärmusiker in der bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle.

Erst ausprobieren, dann üben und schliesslich die Kür: Das Militärspiel der Führungsunterstützungsbrigade 41 zu Besuch an der Schule in Sarmenstorf.

Erst ausprobieren, dann üben und schliesslich die Kür: Das Militärspiel der Führungsunterstützungsbrigade 41 zu Besuch an der Schule in Sarmenstorf.

Geissbühler, Leiterin der Regionalen Musikschule Oberes Seetal (Remos), zeigte sich nicht nur vom Anlass mit den Militärmusikern begeistert, sondern auch von seiner positiven Wirkung überzeugt: «Solche Tage sind wichtig, um sie für Musik zu begeistern. Es gibt Untersuchungen, die eindrücklich belegen, wie positiv sich die Musik auf die Entwicklung, aber auch auf das spätere Leben auswirkt.»

Mit Spass und Engagement dabei

Den Schülerinnen und Schülern hat es sicht- und hörbar Spass gemacht. Mit leuchtenden Augen und aufgeblähten Backen entlockten sie kleinen und grossen Instrumenten, deren Bedeutung und Funktion ihnen zuvor anschaulich und detailliert erklärt worden war, ihre ersten Töne. Die versierten Musiker zeigten dabei viel pädagogisches Geschick und verstanden es, ihre eigene Begeisterung für ihr Instrument auf die Kinder zu übertragen.

Ein spezieller Tag war der Besuch des Militärspiels auch für die Mitglieder der von Remos-Musiklehrer Hansruedi Probst geleiteten Jugendbands «Brass Hoppers» und «Juniors». Sie durften am Abend zusammen mit der Militärmusikformation den ersten Teil des Abschlusskonzerts bestreiten. Dafür wurde am frühen Nachmittag in der Mehrzweckhalle fleissig geprobt. Die Leitung oblag Remos-Saxofonlehrer Michel Byland, selber Mitglied des Armeespiels.

Das Konzert selber wurde zum hochstehenden Erlebnis. Die 49 Mitglieder des Korps zogen alle Register und überzeugten nicht nur mit technischer Brillanz, sondern ebenso mit sehr viel Einfühlungsvermögen in die gespielten Kompositionen und einer gewaltigen Musikalität. Das Publikum war mehr als begeistert; es flippte völlig aus.