Muri
Die Kirche soll vom Grauschleier befreit werden

Die Katholische Kirchgemeindeversammlung hat einen Kredit von 120000 Franken für Malerarbeiten zu genehmigen. Wie im Kloster soll auch der Innenraum der Kirche gereinigt werden.

Eddy Schambron
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Die Kirche St. Goar wurde vor 25 Jahren renoviert. In der Zwischenzeit hat sich vor allem Kerzenruss auf die ehemals weissen Wände gelegt. ES

Die Kirche St. Goar wurde vor 25 Jahren renoviert. In der Zwischenzeit hat sich vor allem Kerzenruss auf die ehemals weissen Wände gelegt. ES

In der Pfarrkirche St. Goar in Muri stehen Renovationsarbeiten an. Die Versammlung der katholischen Kirchgemeinde am 18. November befindet zudem über die Sanierung der öffentlichen WC-Anlage Matterhaus sowie über die Restaurierung des Diagonalraums bei der Epistelorgel in der Klosterkirche sowie über Konservierungen im Bibliotheksnebenraum des Klosters.

Spuren von 25 Jahren

Seit der Renovation der Pfarrkirche St. Goar sind 25 Jahre vergangen. Die Oberflächen im Kircheninnenraum sind verunreinigt und dadurch grau, was hauptsächlich auf die intensive Verwendung von Kerzen zurückzuführen ist, wie die Kirchenpflege Muri festhält. Nach dem aufwendig gereinigten Innenraum des Klosters erachtet sie es für angebracht, dass auch die Pfarrkirche im Inneren «wieder in einem ansprechenden und feierlichen Licht erscheint.» Sie beantragt deshalb einen Kredit von 120 000 Franken für die notwendigen Malerarbeiten im Innenraum der Kirche. Für den Fall, dass die elektrisch angesteuerten Fensterflügelmotoren im Hauptschiff teilweise ausgetauscht werden müssen, ist im Kredit eine Reserve eingeplant.

Für den Umbau und die Renovation der öffentlichen WC-Anlage im Matterhaus wird ein Kredit von 159 100 Franken beantragt. Die Anlage muss aus technischen sowie aus hygienischen Gründen dringend saniert werden; sie ist schon seit rund 60 Jahren in Betrieb. Die Anlage wird neben den üblichen Damen- und Herren-WCs auch über eine behindertengerechte Kabine verfügen. Selbst eine Möglichkeit zum Kinderwickeln ist eingeplant.

Arbeiten in der Klosterkirche

Eine weitere Etappe bei der Substanzerhaltung im Kloster sieht vor, die Ausstattung im Diagonalraum bei der Epistelorgel zu reinigen, zu konservieren und zu restaurieren. Wandputz, Stuckaturen an den Wand- und Deckenoberflächen, Deckengemälde sowie Holzschnitzereien, Täfelungen und Bodenbeläge sind in unterschiedlich gutem Zustand. Es ist notwendig, in diesem Bereich Massnahmen auszuführen, welche die wertvolle Substanz sichert und erhält. Dafür wird ein Kredit von 159 100 Franken beantragt. 50 000 Franken schliesslich sind für die Konservierung und Restaurierung im Bibliotheksnebenraum des Klosters notwendig. Wand- und Deckenoberfläche, aber auch Installationen müssen erneuert werden.

Steuerfuss neu 21 Prozent

Der Voranschlag 2014 zeigt einen Aufwand und Ertrag von je rund 3,208 Mio. Franken. Den Stimmberechtigten wird eine Senkung des Steuerfusses von bisher 22 auf
21 Prozent vorgeschlagen. Weiter hat die Kirchgemeindeversammlung über die Verwaltungsrechnung 2012 sowie über die Kreditabrechnungen Restaurierung Gedenktafeln im Oktogon Zurlauben Bloch und Pankratius, Restaurierung Relief Grablegung und Ölberg um das Jahr 1750 und Restaurierung Kreuzgang Wandpartien zu befinden. Schliesslich gilt es für die Stimmberechtigten, vom Finanzplan 2014 bis 2018 Kenntnis zu nehmen. «Es besteht eine grosse Unsicherheit, wie sich das Bevölkerungswachstum und die Kirchenaustritte in der Zukunft auswirken werden», hält die Kirchenpflege fest.