Das U16-Team von Unihockey Aargau United nahm als erstes und einziges Team aus der Schweiz am internationalen Unihockeyturnier in Helsinki teil. An diesem renommierten Turnier spielten über 300 Mannschaften aus Finnland, Russland, Lettland, Estland, Schweden und der Schweiz mit.

Die Aargauer Mannschaft, deren Spieler hauptsächlich aus dem Freiamt stammen, fasste im letzten Frühling den Entschluss zur Teilnahme am Helsinki Floorball Cup und machte ein Projekt daraus. Die 24 Spieler, im Alter zwischen 12 und 15 Jahren, mussten sich einen grossen Teil der Reisekosten selber erarbeiten.

Mit Schweiss und Geschäftssinn

Arbeitseinsätze auf dem Bauernhof oder diverse Los- und Kuchenverkäufe wurden durchgeführt, um das Reisegeld zusammenzubringen. Mithilfe von Crowdfunding und Sponsoring konnte ein weiterer grosser Teilbetrag für das Projekt generiert werden.

Erinnerungsfoto des U16-Teams anlässlich der Stadtbesichtigung in Helsinki. Fotos: zvg

Erinnerungsfoto des U16-Teams anlässlich der Stadtbesichtigung in Helsinki. Fotos: zvg

Nach harter Vorarbeit mit vielen Trainingseinheiten konnte das Abenteuer am 3. Januar endlich starten. Doch dann hätte der Wintersturm "Burglind" dem Team fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Lange war unklar, ob das Flugzeug ab Kloten überhaupt starten konnte. Schliesslich kam die Entwarnung und so flog die U16 mit zwei Studen Verspätung los in Richtung Helsinki. Gleich am nächsten Morgen stand das Testspiel gegen ein finnisches Team auf dem Programm. Die jungen Schweizer staunten nicht schlecht, als sie in die riesigen, unterirdischen Hallen, tief unter dem Boden von Helsinki einfuhren. Das Gebäude mit sieben Dreifachturnhallen beeindruckte sie sehr. Doch das Testspiel holte sie schnell auf den Boden der Realität zurück. Mit präzisen Pässen und hohem Tempo schlugen die Finnen die Aargauer klar.

Mit Gegnern auf Augenhöhe

Mit viel Selbstvertrauen startete Aargau United, unter der Leitung von Philip Burch und Sandro Böhringer, ins Turnier. Mit ihren Gegnern waren die Schweizer stets auf Augenhöhe. Immer wieder gelang es ihnen, aus Spielrückständen zum Gegner aufzuschliessen. Während der Spiele kamen die Stärken und Schwächen der jungen Mannschaft klar zum Vorschein.

Das Team zeigte eine kompakte Verteidigung, taktisch gutes Verhalten und eine bissige Spielweise. Leider mangelte es am treffsicheren Schuss und an der Ballzirkulation. Aus sechs Spielen resultierten fünf Niederlagen und ein Sieg. Trotzdem haben die Junioren im Turnier ihr Selbstvertrauen nicht verloren. Dank ihrer guten Leistung waren die Gegner immer in Reichweite und das, obwohl die Mannschaft das tiefste Durchschnittsalter ihrer Kategorie aufwies. Das Turnier hat die Mannschaft von Aargau United noch mehr zusammengeschweisst. So kehrte das Team am 8. Januar mit neuen sportlichen Erfahrungen und vielen kulturellen Eindrücken in die Schweiz zurück. (AZ)