Oberwil-Lieli
Die Holperpiste wurde in Rekordtempo saniert – aus zwei Gründen

Die sanierte Dorf- und Lunkhoferstrasse wurde fünf Monate früher fertig als geplant. Die Kosten werden auch deutlich tiefer ausfallen als veranschlagt.

Dominic Kobelt
Merken
Drucken
Teilen
Gemeindeammann Andreas Glarner (links) und Marius Büttiker vom Departement Bau Verkehr und Umwelt freuen sich, dass die Sanierungsarbeiten an der Dorf- und Lunkhoferstrasse so schnell vorangeschritten sind. Dominic Kobelt

Gemeindeammann Andreas Glarner (links) und Marius Büttiker vom Departement Bau Verkehr und Umwelt freuen sich, dass die Sanierungsarbeiten an der Dorf- und Lunkhoferstrasse so schnell vorangeschritten sind. Dominic Kobelt

Bereits 2003 startete das Projekt zur Sanierung der Dorf- und Lunkhoferstrasse, die Oberwil-Lieli mit Unterlunkhofen verbindet. Nachdem Oberwil-Lieli einen Kredit bewilligte, lag das Projekt im September 2005 öffentlich aus: Sieben Einwendungen wurden eingereicht. Einig wurde man sich nicht und das Projekt verschwand in der Schublade, bevor es erst 2012 wieder hervorgeholt und überarbeitet wurde. Diesmal resultierten drei Einwendungen, die aber gelöst werden konnten. Nach Landerwerb, der Erarbeitung des Ausführungsprojekts und dem Submissionsverfahren konnte am 26. Oktober letzten Jahres endlich der Spatenstich erfolgen.

Von da an schritten die Arbeiten in «absolut rekordverdächtigem Tempo» voran, wie Marius Büttiker, Leiter Strassen 2 vom Departement Bau Verkehr und Umwelt, an der Einweihungsfeier erläuterte: «Zwölf Monate waren prognostiziert, in nur sieben konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.» Dank viel Manpower und einem milden Winter war das möglich. «Und offenbar hat die Bäckerei Huber die Arbeiter so gut verpflegt, dass es zusätzliche Motivation gegeben hat», vermutete Büttiker schmunzelnd.

Mehr Verkehrssicherheit

Das Strassenprojekt wird mit etwa 3,5 Mio. Franken zu Buche schlagen, das sei eine massive Kostenunterschreitung, sagte Büttiker. 60% davon entfallen auf die Gemeinde, der Rest auf den Kanton. Oberstes Ziel sei die Verkehrssicherheit gewesen, erklärte Büttiker: «Die Strasse wurde auf sechs Meter verbreitert, in den Kurven etwas mehr. Mit verschiedenen Massnahmen, zum Beispiel Bäumen am Strassenrand, wird der Verkehr entschleunigt.» Auf dem 600 Meter langen Strassenabschnitt wurden zudem 500 Meter Trottoir eingebaut, acht Zufahrtsstrassen angepasst und Werkleitungen erneuert. Der Deckbelag folgt im nächsten Frühling. «Der Aargau ist führend in leisen Deckbelägen – dieser wird auch hier zum Einsatz kommen. Dann wird der Verkehr viel weniger zu hören sein», versprach Büttiker. Auch der Werterhalt sei wichtig, die Strasse habe eine Sanierung dringend nötig gehabt. «Schliesslich wurde auch so geplant, dass eine zukünftige Erschliessung des Gebiets Chalberweid möglich ist.»

Gemeindeammann Andreas Glarner bedankte sich: Es sei ein Musterbeispiel für gute Zusammenarbeit. «Die Holperpiste musste dringend saniert werden – obwohl sie einen Vorteil hatte: Oberwil-Lieli hat deshalb am wenigsten Fälle von Nierensteinen, die sind sicherlich alle auf der Fahrt zertrümmert worden», witzelte Glarner.