Muri

Die Hexe und ihr Knecht

Rebecca Trescher Tentett bei «Musig im Pflegidach» Muri

Rebecca Trescher Tentett bei «Musig im Pflegidach» Muri

Rebecca Trescher Tentett begeistert die Zuhörer des Pflegidachs in Muri mit ihrem neuen Album «Where We Go»

Im Pflegidach hat das zehnköpfige Ensemble nicht nur die ganze Breite des Raumes in Beschlag genommen, sondern auch gleich das Publikum in ihren Bann gezogen. Das Rebecca Trescher Tentett ist momentan auf einer siebentägigen Tournee durch die Schweiz und Deutschland, um ihr neues und mittlerweile drittes Album «Where We Go» vorzustellen.

Es ist schön, in einer Männerdominierten Jazzwelt, eine Frau an der Spitze zu sehen. Offensichtlich fühlt sich Rebecca Trescher in der Rolle als Bandleaderin und Komponistin sehr wohl und hat überhaupt keine Probleme eine Männergruppe zu leiten.

Eine grosse Vielfalt an Klängen

Das Rebecca Tresche Tentett hebt sich durch die Vielfalt an Instrumenten von anderen Bands ab. Der einzigartige Kompositionsstil ist eine Mischung zwischen Jazz und klassischer Musik und einer speziellen Kombination von Instrumenten.

Rebecca Trescher Tentett - «The Spirit Of The Street Part II» bei Musig im Pflegidach

In dem Ensemble sind Instrumente enthalten, die für Jazz unüblich sind, wie beispielsweise die Harfe und das Vibraphon. Sie harmonieren aber perfekt mit den «klassischen» Jazzinstrumente, wie dem Saxophon oder der Trompete.

Kündigung wegen zu lauter Musik

Die Liebe zur Musik wurde ihr aber auch schon mal zum Verhängnis, als ihr deswegen sogar die Wohnung gekündigt wurde! «Es ging nicht so gut auseinander» meinte Rebecca Trescher. Deshalb widmete sie ihr letztes Stück «Die Hexe und ihr Knecht» ihren Ex-Vermietern. Das Lied begann zuerst mit ein paar schiefen Tönen und verwandelte sich in ein sehr dramatisches und energiegeladenes Stück. Die Wut und der Groll konnte man so richtig mitfühlen.

Als sie das Lied komponierte, nutzte sie die Musik als Ventil, um ihren Frust abzubauen, der sich während den Gerichtsverhandlungen aufgrund der Wohnungskündigung aufgebaut hat. Dabei wurde ein ausdrucksstarkes Lied erschaffen.

Nach einem lautstarken Beifall kam das Ensemble nochmals auf die Bühne und spielte als Zugabe ein Lied namens «Ohia Lahua», benannt nach einer hawaiianischen Blume. Sie ist dafür bekannt, die erste Pflanze zu sein, die nach einem Vulkanausbruch blüht, sinnbildlich für die Zugabe. Wie die Blüten dieser Blume auch, war das Lied wunderschön und ein perfekter Ausklang eines schönen Abends.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1