Widen
Die geplante Einzonung am Rebberg ist umstritten

Im Gebiet Rebberg soll 1,2 Hektare Land eingezont werden. Ein Teil davon liegt in der Landschaftsschutzzone, weshalb die Einzonung manchen ein Dorn im Auge ist.

Andrea Marthaler
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Unterhalb der Wolfeggstrasse sind Terrassenhäuser vorgesehen.

Unterhalb der Wolfeggstrasse sind Terrassenhäuser vorgesehen.

Lukas Schumacher

Im Gebiet Rebberg will die Gemeinde Widen Bauland einzonen. Doch das behagt nicht allen. Denn die Parzelle liegt heute teilweise in einer Landschaftsschutzzone. Bei der letzten Zonenplanrevision war das Gebiet als schützenswert erachtet worden. Nun sollen jedoch 1,2 ha davon überbaut werden dürfen. Morgen Donnerstag wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung abgestimmt.

In der Mitwirkungsphase vor einem Jahr stellten zahlreiche Einwohner von Widen das Begehren, auf die Einzonung zu verzichten. Die Landschaftsschutzzone soll erhalten werden, so der Grundtenor. Dennoch hielt der Gemeinderat an der Einzonung fest. «Aufgrund der Mitwirkungseingaben und Hinweisen vonseiten des Kantons wurde die Abgrenzung und Dimension der Neueinzonungsfläche im Gebiet Rebberg nochmals eingehend geprüft», schrieb der Gemeinderat im Mitwirkungsbericht, der im Mai beschlossen wurde.

Die Einzonung sei damals bereits verkleinert worden. Eingezont werden soll nur noch der Schräghang, jedoch nicht die Zwischenebene darunter. «Es folgt somit eine Minimierung des Verlusts der Fruchtfolgefläche.» Auch bezüglich Landschaftsschutzzone weist der Gemeinderat den Vorwurf zurück: «Die überlagerten Landschaftsschutzzonen wurden nur in geringer Anzahl verkleinert und zusätzlich wurde ein grosses Gebiet dem Landschaftsschutz überführt», steht im Mitwirkungsbericht.

Kanton sagt «vertretbar»

Für den Kanton ist die Einzonung nach der Änderung akzeptabel. Im definitiven Vorprüfungsbericht schreibt das Bau-, Verkehr- und Umweltdepartement, dass «die nun vorgesehene Einzonung insgesamt planerisch vertretbar ist.» Dies insbesondere, weil der sensiblen Landschaftssituation mit einer Gestaltungspflicht Rechnung getragen werde. Zulässig sind in der Neueinzonung im Gebiet Rebberg Terrassenhäuser, deren oberstes Geschoss maximal 4,5 Meter über die Wolfeggstrasse ragt.

Gestern wollte von der Planungskommission Widen niemand Auskunft geben zur Einzonung des Gebiets Rebberg. Gerne werde sie aber an der Gemeindeversammlung Fragen beantworten, liess Frau Gemeindeammann Verena Meuwly, ausrichten.