Brückenschläge über die Reuss üben die Genietruppen in Bremgarten schon seit Jahrzehnten. Doch eine militärische Unterkunft für die Rekruten und Soldaten gab es auf dem Waffenplatz lange Zeit keine. Erst am 7. September 1968 konnte die Kaserne – nach einer Bauzeit von rund drei Jahren – von der Garnison bezogen werden.

An der Einweihungsfeier vor 50 Jahren unterstrich der damalige Vorsteher des Eidgenössischen Militärdepartementes (EMD), Bundesrat Rudolf Gnägi, dass der seit 1957 selbstständige Waffenplatz Bremgarten für die Armee eine gelungene Einrichtung sei: «Die Ausbildungsanlagen für unsere Truppen im klassischen Geniegelände sind baulich gut gelöst.»

Wettbewerb mit 100 Architekten

Der Bau der Kaserne ging auf die Ausschreibung eines öffentlichen Projektwettbewerbs im Jahr 1959 zurück, an dem sich mehr als 100 Architekten beteiligten. Ihre Aufgabe bestand darin, «eine Anlage zu planen, die baulich, betriebstechnisch und ästhetisch den Bedürfnissen der Truppe zu genügen hat und deren tägliche Marschbereitschaft mit minimalem Zeitaufwand ermöglichen soll», wie es hiess.

Schliesslich bewilligten die eidgenössischen Räte am 11. März 1964 den Kasernenbau in Bremgarten für 11,7 Millionen Franken Gebäudekosten und genehmigten, zusammen mit restlichem, umfangreichem Landerwerb, einen Gesamtkredit von rund 23,2 Millionen Franken.

Für Schlagzeilen sorgte in der 50-jährigen Geschichte der Kaserne Bremgarten Ende 2002 die Meldung, dass alle Gebäude wegen Einsturzgefahr geschlossen werden mussten. Nach der Sanierung von 2003 bis 2007 befindet sich die Truppenunterkunft heute in einem statisch guten Zustand – die Kaserne steht unter Denkmalschutz.