Ringen

Die Freiämter Ringer dürfen weiter um den Titel kämpfen

Olympionike Oliver Strebel (oben) geht als frischgebackener Papa in den Meisterschaftsendspurt.

Olympionike Oliver Strebel (oben) geht als frischgebackener Papa in den Meisterschaftsendspurt.

Der Verband hat entschieden: Die Mannschaftsmeisterschaft geht am 21. November weiter. Schaffen die Freiämter den Finaleinzug gegen Einsiedeln, warten im Final die Willisau Lions. Kriessern – der Meister der Jahre 2016 und 2018 – verzichtet.

Nach dem Bescheid von Swiss Olympic, dass die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen als Leistungssport gilt, hat der nationale Verband Swiss Wrestling entschieden, dass die Saison ab nächstem Samstag, 21. November, fortgesetzt wird. Obwohl Kriessern, der Meister der Jahre 2016 bis 2018 verzichtet, dürfen Titelverteidiger Willisau, Freiamt und Einsiedeln um die Medaillen kämpfen. Zuschauer werden keine zugelassen.

«Zusammen mit dem Verband bin ich froh, dass wir die Meisterschaft zu Ende ringen», sagt Freiamts Präsident Nicola Küng hörbar erleichtert.

Im Gegensatz zu Willisau und Einsiedeln hat sich die Aargauer Ringerhochburg ohne Vorbehalte und mit Überzeugung für die Fortsetzung ausgesprochen.

Durch das Forfait der Ringerstaffel Kriessern, die als Grund für ihren Verzicht hohe Coronafallzahlen im St. Galler Rheintal geltend macht, stehen die Medaillengewinner bereits fest. Die Willisau Lions als Sieger der Qualifikation ziehen nach dem 21:15-Auswärtssieg im ersten Halbfinal bei Kriessern ohne Rückkampf in den Final ein.

Hingegen muss Freiamt trotz des klaren 27:8-Halbfinal-Hinkampfsieges auf dem Weg in den Final auch den Rückkampf gegen die Schwyzer bestreiten. Diese Begegnung findet am nächsten Samstag um
19 Uhr in der Bachmattenhalle in Muri statt. Gelingt den Einsiedlern das Wunder der Wende nicht, gewinnen sie ohne weiteren Kampf Bronze, die erste Mannschaftsmedaille für die Schwyzer in der obersten Liga seit 31 Jahren.

Eine Portion Extraschub für den frischgebackenen Papa

Weil die Freiämter Ringer auch in den letzten zwei Wochen – allerdings kontaktlos – trainiert haben, ist Präsident Küng zuversichtlich, dass die Mannschaft den Schwung aus dem ersten Halbfinal mitnimmt. «Alle Ringer sind fit und haben auch individuell an ihrer Physis gearbeitet», sagt er.

Besonders motiviert für die Entscheidung in der Meisterschaft erwartet Nicola Küng den Olympioniken Pascal Strebel. Dieser wurde am Freitagabend erstmals Vater. «Tochter Elea wird ihm einen Extraschub verleihen», prophezeit der Präsident.

Heimkämpfe werden live übertragen

Ohne Tribünen und Festwirtschaft hält sich der Aufwand für die letzten Heimkämpfe in Grenzen. Weil keine Zuschauer zugelassen sind, plant Freiamt den Ausbau des Livestreams im Internet mit einem oder gar zwei Kommentatoren. Weil diese Übertragungen kostenpflichtig sind, sollten die letzten Kämpfe zumindest kein Defizit mit sich bringen.

Ab nächster Woche bestreitet der Freiämter Trainer Marcel Leutert nun mit maximal 15 Ringern wieder drei bis vier Einheiten auf der Matte. Gar keinen Trainingsunterbruch hatten die Kaderringer, die täglich auf der Matte stehen und besonders froh um Wettkampf­einsätze sind.

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