Boswil

Die Feldenmoos-Weiher werden entschlammt

Das Feldenmoos bildet ein wunderschön ausgebautes kleines Paradies mitten im Boswiler Wald. Damit es erhalten bleiben kann, wird nun Schlamm ausgebaggert.

Das Feldenmoos bildet ein wunderschön ausgebautes kleines Paradies mitten im Boswiler Wald. Damit es erhalten bleiben kann, wird nun Schlamm ausgebaggert.

Die Feldenmoos-Weiher in Boswil verlanden immer mehr. Jetzt soll ein kleiner Saugbagger rund 1300 Kubikmeter Schlamm vom Grund entfernen.

Sie sind ein Geheimtipp und ein kleines Paradies mitten im Boswiler Wald: die Weiher im Feldenmoos nahe Unterniesenberg. Doch sie haben ein Problem: In den letzten 50 Jahren sind die schönen fischbaren Gewässer mitten in der Moorlandschaft immer mehr verlandet. Gründe dafür sind abgelagerte Sedimente und eine Anhäufung an organischem Material. Als Jubiläumsmassnahme hat sich der Fischerverein Boswil nun zum Ziel gesetzt, die Entschlammung der Weiheranlagen in Angriff zu nehmen. So will er «das einmalige Naherholungsgebiet für die nächsten Generationen sichern».

Fauna wird möglichst geschont

Ende August startet die Sanierung. Für diese Arbeiten wurde die Spezialfirma Aquamarine Technologies aus Rümlang beauftragt, die die Entschlammung mittels eines manuell gesteuerten amphibischen Saugbaggers durchführen wird. Rund 2300 m3 Schlamm-Wasser-Gemisch werden vom Grund des Weihers abgesaugt und an Land gepumpt. Dort wird dem Gemisch ein organisches Flockungsmittel beigemischt, wodurch die Trennung der Schlammpartikel vom Wasser ausgelöst wird. Über Druckschläuche gelangt dieses Gemisch ins Innere der Entwässerungskissen, der sogenannten Geotubes. Ihre spezielle Gewebetextur ermöglicht es, dass das vom Schlamm getrennte Wasser durch die Poren hindurch nach aussen abfliessen und wieder in die Weiher eingeleitet werden kann. Die geflockten Feststoffe hingegen bleiben im Innern. Nach einigen Wochen Trocknungszeit bleiben gemäss Berechnung der Spezialfirma rund 1300 Kubikmeter Feststoffe zurück, die abtransportiert werden können. Im Gegensatz zur konventionellen Sanierungsmethode, die ein komplettes Auspumpen und Trockenlegen des Weihers bedingen, wird mit der geplanten, sanften Sanierung die Fauna bestmöglich geschont.

Die Wichtigkeit dieser Sanierung hat auch der Gemeinderat erkannt und anlässlich der Ortsbürgergemeindeversammlung im Juni einen Verpflichtungskredit beantragt. Dieser wurde von den Ortsbürgern einstimmig gutgeheissen. «Dank dieser Zustimmung kann das Juwel auf dem Gemeindegebiet Boswil auch in Zukunft erhalten bleiben», freuen sich die Fischer. (AZ)

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