Am Schmutzigen Donnerstag, 8. Februar, geht sie los, die Fasnacht. Auch viele Sarmenstorferinnen und Sarmenstorfer sind dann für ein paar Tage nicht mehr zu halten. Ganz bestimmt nicht die 43-jährige Sandra Joho, die als eine der fasnachtsverrücktesten Frauen im ganzen Freiamt gilt.

Die richtigen Gene hat Sandra wohl schon mit der Muttermilch eingesogen, denn sie stammt ursprünglich aus dem Weiler Hämbere, und die Villmerger wissen bekanntlich auch sehr gut, wie man die fünfte Jahreszeit so richtig zünftig feiert.

Auszeichnung zum Dritten

Jetzt ist Sandra Joho mit der «Goldige Söiblootere» ausgezeichnet worden. Der Preis ist weltweit einzigartig und von der Redaktion des Sarmenstorfer Fasnachtskalenders (SaFaKa) erst zum dritten Mal verliehen worden.

Schnyderli-Toni, Sarmenstorfer Fasnachtslegende und 2016 der erste Preisträger, freute sich an der Übergabe der Auszeichnung sehr: «Eine Frau, die hübsche Sandra, als Nachfolgerin von mir – das grenzt an ein Wunder», sagte er und tönte damit wohl auch an, dass in Sarmenstorf Frauen an der Fasnacht lange Zeit zwar mitmachen durften, aber nichts zu sagen hatten. Die Fasnachtsgesellschaft Variété etwa nahm bis vor rund 20 Jahren keine Frauen als Mitglieder auf, und die Heuröpfelzunft ist bis heute eine reine Männergesellschaf geblieben. In den beiden Guggenmusiken Heuröpfel-Gugger und Opus 5614 hingegen waren sie von Anfang an willkommen.

Sandra Joho habe sich an der Sarmenstorfer Fasnacht seit Jahren nicht nur mit ihrem kräftigen Organ hervorgetan, sondern auch mit aktiver Unterstützung der verschiedensten Aktivitäten: «Sandra singt, Sandra lacht und Sandra macht», lobte Balz Saxer vom SaFaKa. Sie könne andere für die Fasnacht begeistern und mitreissen, sie packe überall dort an, wo Hilfe benötigt werde, und sie sei mit ihrem sonnigen Gemüt und ihrer positiven Ausstrahlung zum Markenzeichen der Fröhlichkeit geworden. «Sandra, du belebst mit deinen Aktivitäten das Kulturgut Fasnacht in Sarmenstorf, und du hast deshalb diesen Preis hochverdient», sagte Saxer.