Beinwil
Die Elektra prüft, ob eine Solaranlage auf dem Schulhausdach Sinn macht

Für die Gemeinde Beinwil ist es ein rechter Brocken: 3,3 Millionen Franken hat die Gemeindeversammlung am 21. November für die Schulraumerweiterung zu bewilligen. Geprüft wird eine Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach.

Eddy Schambron
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Südwestlich an das bestehende Schulhaus wird ein Neubau erstellt. ES

Südwestlich an das bestehende Schulhaus wird ein Neubau erstellt. ES

Diese Investition ist verkraftbar und notwendig für die zukünftige Entwicklung, wie der Gemeinderat an einer Informationsveranstaltung erläuterte. «Wir können das Ganze umsetzen», bekräftigte Gemeindeammann Albert Betschart. Aber sein Gemeinderatskollege Stefan Zemp hatte zuvor auch dargelegt, dass die Schulraumerweiterung zusammen mit den ebenfalls anstehenden Investitionen im Hochwasserschutz in den nächsten Jahren keinen Spielraum für weitere grössere Investitionen lasse.

Die Nettoverschuldung der Gemeinde wird von heute sehr guten 1000 Franken pro Einwohner auf neu mittelprächtige 5000 Franken ansteigen. «Das verlangt nach Budgetdisziplin.» Der Steuerfuss von 109 Prozent bleibt unangetastet, die Erträge aus der Aushubdeponie von 275 000 Franken jährlich sind ein willkommener Zustupf in die Gemeindekasse.

Vielleicht mit Stromproduktion

Gemeinderat und Baukommissionspräsident Bruno Sidler erklärte, dass man von einer Begehbarkeit des Flachdachs beim Neubau absehe. «Der Nutzen wäre gering.» Allerdings prüft die Elektra-Genossenschaft die Realisierung einer Photovoltaikanlage. Der Neubau kann nicht an das Heizsystem des bestehenden Schulhauses angeschlossen werden, da dieses ausgelastet ist. Der Erweiterungsbau wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt.

Das Projekt des Architekten-Trios Gautschi Lenzin Schenker aus Aarau sieht einen südwestlich an das bestehende Schulhaus angebauten, zweistöckigen Kubus mit Flachdach vor. Wie Dominik Lenzin ausführte, zeigt sich der Neubau zwar selbstbewusst, nimmt sich aber gegenüber den bestehenden Gebäulichkeiten zurück. Der Einbau eines Liftes macht die ganze Schulanlage behindertengerecht.

Daniel Zehnder zeigte auf, dass der Kostenvoranschlag mit 3,65 Millionen Franken sehr genau bei den ersten Schätzungen liegt. Allein drei Millionen Franken betragen die Gebäudekosten. Mit 60 000 Franken schlagen die Einrichtungen zu Buche, «erstaunlich wenig», wie er betonte. 50 000 Franken werden für Anpassungen am Altbau veranschlagt, 85 000 Franken für Umgebungsarbeiten und 284 000 Franken als Baunebenkosten.