Bremgarten
Die Einwohner sollen dem Stadtrat bei Badi-Sanierung auf die Sprünge helfen

1600 der 5000 Stimmberechtigten des Reussstädtchens sollen in einer grossen Umfrage nach ihrer Meinung gefragt werden. Gesucht wird ein mehrheitsfähiges Sanierungskonzept fürs Hallen- und Freibad.

Lukas Schumacher
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Muss saniert werden Die Badi in Bremgarten. (Archiv)

Muss saniert werden Die Badi in Bremgarten. (Archiv)

Mathias Marx

Nach der im Herbst 2012 gescheiterten Badi-Vollsanierung präsentiert der Stadtrat Bremgarten einen abgespeckten Sanierungsvorschlag. Dies zu Realisierungskosten von 6 Mio. statt 9,1 Mio. Franken. Mittels einer Umfrage des Meinungsforschungs- und Beratungsinstituts GfK will die Stadtbehörde in Erfahrung bringen, wie der neue Sanierungsvorschlag ankommt und wie das Finanzierungsmodell aussehen soll.

Abstimmung im Dezember

Erkenntnisse aus der soeben gestarteten Umfrage sollen in die neue Badi-Sanierungsvorlage des Stadtrats einfliessen. Zur Abstimmung gelangt die Vorlage anlässlich der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2014 im Casino Bremgarten. Bei einem Ja soll die Sanierung des Hallenbads und des Freibadgebäudes im Jahr 2017 vollendet sein. Am 11. Dezember wird auch Beschluss gefasst über das Budget 2015 und den neuen Steuerfuss. (sl)

Fast ein Drittel der stimmberechtigten Städtchenbewohner, genauer 1600 von knapp 5000, sind bereits im Besitz des Fragebogens oder werden es demnächst sein. Sie können den Bogen entweder per Post oder online bis zum 14. Mai ausfüllen. Ende Mai soll die Auswertung vorliegen. GfK rechnet mit einer Rücklaufquote von 30 bis 50 %, also mit 480 bis 800 ausgefüllten Fragebögen.

Verknüpft mit Steuererhöhung

Auf dem ausgeklügelten Fragenkatalog im Multiple-Choice-Verfahren (Ankreuzen) stehen neun Sachfragen sowie sieben Fragen zur Person des Umfrageteilnehmers. Eine der Hauptfragen gilt dem neuen Konzept. Es sieht anstelle der ehemaligen Vollsanierung samt baulichen Erneuerungen und Attraktivitätssteigerung eine schnörkellose technische Sanierung des Hallen- und Freibadgebäudes für 6 Mio. Franken vor. Gefragt ist die Meinung zu diesem abgespeckten Konzept, dessen Realisierung mit einer kleinen Steuererhöhung um 3 Prozentpunkte verknüpft ist. Statt den aktuellen 97 % würde der neue Steuerfuss 100 % betragen.

Rutschbahn, Bistro, Wellness

Gefragt ist auch die Meinung der Umfrageteilnehmer über drei realisierbare Optionen zur abgespeckten Sanierungsvariante: Rutschbahn im Hallenbad mit Ausschwimmbecken ins Freie zu Zusatzkosten von 380 000 Franken; Einbau eines Bistros im Hallenbad für Zusatzkosten von 170 000 Franken; Wellnessbereich im Obergeschoss mit finnischer Sauna, Biosauna und Dampfbad zu Zusatzkosten von 670 000 Franken. Die drei Zusatzoptionen würden eine weitere Steuererhöhung um einen Prozentpunkt auslösen.
Fragen rund um die Finanzierung - Mitbeteiligung umliegender Gemeinden und der Ortsbürgergemeinde Bremgarten ? - sowie Fragen über die Höhe des Eintrittspreises komplettieren den Fragebogen.

Wer den Fragebogen ausfüllt, zurückschickt und Glück hat, wird Besitzer eines Badi-Abos für 12 Eintritte. 20 solche Abos zum Gegenwert von je 60 Franken werden unter den allen Teilnehmenden verlost.