Beinwil
Die Eichmühle ist bereit für die Getreideernte

In einem Provisorium können stündlich 80 Tonnen Getreide mit modernsten Maschinen verarbeitet werden. Damit ist die Eichmühle, die im November 2012 von einem Grossbrand heimgesucht wurde, bereit für die Getreideernte.

Eddy Schambron
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David Villiger, Geschäftsführer der Eichmühle in Beinwil, vor dem neu erstellten Provisorium der Getreideannahmestelle. Eddy Schambron

David Villiger, Geschäftsführer der Eichmühle in Beinwil, vor dem neu erstellten Provisorium der Getreideannahmestelle. Eddy Schambron

Eddy Schambron

Die Eichmühle in Beinwil ist für die kommende Getreideernte gerüstet. Mit dem Provisorium, das jetzt nach dem verheerenden Brand im November 2012 (siehe Artikel unten) in die Höhe ragt, erhalten die Landwirte die Möglichkeit, wie gewohnt ihr Getreide in Beinwil abzuliefern.

«Es ist uns wichtig, dass die bestehenden Kundenbeziehungen keinen Schaden nehmen», unterstreicht Geschäftsführer David Villiger. Die provisorische Getreidesammelstelle kann bis zu 80 Tonnen Getreide pro Stunde verarbeiten; vor dem Brand waren es gegen 50 Tonnen.

In normalen Jahren hätte die Getreideernte schon begonnen. Durch die schlechte Witterung erfolgte eine Verzögerung der Vegetation, sodass die Getreideernte erst kommende Woche beginnt. «Wir sind um diese Verzögerung sehr froh», erklärt Villiger.

So reichte es noch, das Provisorium für die Getreideannahme fertigzustellen und Testläufe zu machen. Hier wird das Getreide gereinigt, bevor es in die verschiedenen Lagerzellen gelangt. Die Eichmühle kann alle Getreidearten und Label-Produkte annehmen, weil sie über viele verschiedene Lagerzellen verfügt, die vom Brand verschont blieben.

«Das ist ein grosser Vorteil», sagt Villiger. Sie ist auch einer der grössten Dinkelverarbeiterin in der Schweiz und ebenso in der Lage, Rapssaat anzunehmen und in Ölmühlen zu liefern.

Wäre die Eichmühle nicht bereit, würde das auch den Bauern ein Problem bereiten: «Die umliegenden Gemeindesammelstellen hätten die Kapazität nicht, die anfallenden 8000 Tonnen anzunehmen», sagt Villiger.

Nach dem Brand mussten auch neue Maschinen angeschafft werden. Sie laufen jetzt im Provisorium und werden, wenn der Neubau steht, weiterverwendet. Wenn das Getreide
gereinigt ist, werden von jedem Posten Durchschnittsmuster genommen und im Labor einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.

Das Getreidelager wird auf 15 Grad gekühlt, damit die Qualität erhalten bleibt. «Wir hatten noch nie verdorbenes Getreide», stellt David Villiger fest. Das Getreide wird von Mühlen verarbeitet, die für die Eichmühle einspringen.

«Sie arbeiten nach unseren Vorgaben und unseren Rezepturen, sodass der Kunde die Eichmühle-Qualität erhält, die er gewohnt ist.»

Wann auf das nun erstellte Provisorium verzichtet und der Neubau bezogen werden kann, ist noch nicht klar. «Die Planung ist noch im Gang, es wäre verfrüht, jetzt schon terminliche Angaben machen zu wollen», stellt David Villiger klar.