In wenigen Tagen zieht Christeli Egli in ihre neue Wohnung. Für die 80-jährige Sarmenstorferin ist es eine Rückkehr in jenes Haus, in dem sie 53 Jahre lang gewohnt hat. 2012 hat sie es dem Büttiker Immobilien-Unternehmer Josef Koch-Estermann verkauft.

Geplant war die Rückkehr nicht. «Ich bin ausgezogen und dachte: ‹Das wars.› Doch als ich gesehen habe, wie schön das alles geworden ist, hat es mich wieder in die altgewohnte Umgebung gezogen.» Christeli Egli hat ihr Schlafzimmer genau dort, wo sie 1959 als frisch verheiratete Braut mit ihrem Mann einzog: «Wir wohnten mit den Schwiegereltern zusammen und hatten diese Zimmer für uns.» Im sanierten Haus werden nun wieder zwei Generationen der Familie unter dem gleichen Dach leben. Christeli Eglis Nichte hat ebenfalls eine Wohnung gemietet.

Aufwendiger Umbau

Geplant hat den Umbau das Architekturbüro Billing, die Ausführungsplanung und Realisierung oblag Martin Hegi von der Büttiker Koch AG. Für den auf die Sanierung von alten Liegenschaften spezialisierten Architekten kein einfacher, aber ein sehr befriedigender Job: «Das Haus ist ein Kulturobjekt mit Substanzschutz. Das heisst, beim Umbau mussten das Erscheinungsbild erhalten und wo irgendmöglich die ursprünglichen Materialien verwendet werden», erklärte Hegi. So blieben die Aussenmauern des Hauptgebäudes stehen und Holzfenster sowie Holz-Jalousien waren Pflicht. Der Ökonomieteil wurde getreu dem alten Erscheinungsbild neu gebaut, der Eingangsbereich des sanierten Gebäudes ist dem ehemaligen markanten Scheunentor architektonisch beeindruckend nachempfunden worden. Dabei hat man Holz aus dem Rückbau verwendet.

Die sechs Wohnungen (fünf sind bereits vermietet) sind modern, grosszügig und behindertengerecht (Lift) gestaltet. Sie passen mit ihren verschiedenen, sehr durchdachten und originellen Grundrissen hervorragend ins alte Gemäuer. Das alte Kellergewölbe ist erhalten geblieben und kann von den Mietern genützt werden.