Hitze
Die Dürre spitzt sich zu: Jetzt auch Wasserstopp im Bünztal

Nach dem Wasserentnahme-Verbot bei der Sissle im Fricktal: Landwirte dürfen nun auch aus der Freiämter Bünz und deren Seitenbächen kein Wasser mehr für ihre Felder und Wiesen holen. Der Kanton Aargau hat ein vorläufiges Verbot ausgesprochen.

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Links die Bünz im Freiamt, die zur Zeit weit weniger Wasser führt als auf diesem Archivbild. Rechts die ausgetrocknete Sissle im Fricktal..JPG

Links die Bünz im Freiamt, die zur Zeit weit weniger Wasser führt als auf diesem Archivbild. Rechts die ausgetrocknete Sissle im Fricktal..JPG

AZ

Das Wasser-Entnahmeverbot im Aargau galt bis jetzt ausschliesslich bei der Sissle im Fricktal mit ihren sämtlichen Zuflüssen. Jetzt hat der Kanton das Verbot aufs Freiämter Bünztal ausgedehnt, genauer auf die Bünz und ihre Seitenbäche. Vom neuen Brauchwasserstopp sind 23 Bewilligungsnehmer betroffen, praktisch alles Betreiber von grösseren landwirtschaftlichen Kulturen.

Ursache des verhängten Wasserstopps: Sowohl in der Bünz und ihren Zuflüssen als auch im Wissenbach (Gemeinde Merenschwand) gingen die Abflussmengen auf die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmengen zurück. Weil ergiebige Niederschläge in den letzten Wochen ausblieben, führen die Bäche im Bünztal nur noch wenig Wasser. Für die nächsten Tage sind hohe Temperaturen und bloss lokale Gewitter angesagt, was die Situation zusätzlich verschärfen dürfte.

Laut Simon Werne von der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer nähern sich auch die Restwassermengen bei der Wyna und der Surb problematischen Werten. Bis auf Weiteres dürften dortige Landwirte aber Wasser aus den beiden Flüssen beziehen.

Fricktaler und Bünztaler Landwirte, die auf Wasser aus den Bächen angewiesen sind, müssen entweder Wassertransporte aus den Flüssen Rhein, Aare, Reuss oder Limmat organisieren; der Kanton Aargau stellt für solche Entnahmen zeitlich befristete Bewilligungen aus. Oder die Landwirte können mit dem Einverständnis lokaler Behörden Wasser aus Trinkwasserversorgungen der Gemeinden beziehen.

Bestehen bleibt im Aargau das Feuerverbot in Wäldern und an Waldrändern. Demnach sind Feuer mit weniger als 200 Metern Abstand vom Waldrand nach wie vor untersagt.