Merenschwand
Die Digitalisierung kommt: Neue Bürolandschaft 4.0 für die Leuthard-Gruppe

Die Bau- und Immobiliendienstleister konzentrieren sich auf den Standort Merenschwand und richten sich auf die Digitalisierung aus.

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Hier trifft man sich zum Gedankenaustausch in der neuen Bürolandschaft.

Hier trifft man sich zum Gedankenaustausch in der neuen Bürolandschaft.

Eddy Schambron

Das eine ruft nach dem andern: Die Digitalisierung und die damit verbundenen neuen Anforderungen haben die Leuthard AG dazu bewogen, sich auf einen einzigen Standort zu konzentrieren und diesen auch entsprechend auf- und auszubauen. «In Merenschwand hatten wir bereits eine grosse Infrastruktur mit hohen Investitionen und ausreichend Platz zur Verfügung», begründet CEO Dieter Greber den Schritt. «Kurze Wege innerhalb der Organisation sind die Grundlage für die Geschwindigkeit der Digitalisierung und vereinfachen die Kommunikation.» Investitionen an einem Ort in Technologien seien günstiger. «Zukunftsgerichtete Arbeitsplätze mit einem Umfeld für Innovation sind für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit gerade für die zukünftigen Arbeitsgenerationen wichtig.»

Modern und vernetzt Spass an der Arbeit haben

Entstanden ist eine moderne Bürolandschaft, komplett digitalisiert und vernetzt, wobei die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in allen Abteilungen abgeholt worden sind. «Unsere neue Bürolandschaft dient dazu, die Umgebung für offene Kommunikation, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, Transfer von Know-How und letztlich Spass an der Arbeit zu fördern.» Gerade abteilungsübergreifende Zusammenarbeit sei in der Leuthard-Gruppe, die Rollen als Bauherr, Projektentwickler, Generalunternehmer und ausführende Unternehmen im selben Haus haben, von besonderer Wichtigkeit.

Durch das Haus gehen, bevor es überhaupt gebaut ist

BIM Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mithilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Das Bauwerk kann als virtuelles Modell visualisiert werden.

Die Vorteile von BIM sind unter anderem, dass allfällige Fehlplanungen schnell erkannt werden und schon in der Planungsphase eliminiert werden können. Es ermöglicht einen lückenlosen Informationsaustausch unter den verschiedenen, an einem Bau beteiligten Akteuren, vom Architekten über den Bauleiter bis hin zur Mitarbeiterin in der Kalkulation und verbessert die Arbeitsabläufe. Kostenkontrolle, Terminsicherheit oder Qualitätssicherung und -steigerung werden als weitere Vorteile ins Feld geführt. Schliesslich ist eine kürzere Bauzeit ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor.

BIM verbindet damit alle an einem Projekt Beteiligten zu einem Team. Das bedingt allerdings, dass die Kommunikation klappt. Dafür müssen die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. (es)

Die Leuthard AG ist in Sachen Digitalisierung und Building Information Modeling (siehe Kontext) schweizweit eines der führenden Bauunternehmen. Dank dieser Position hat es auch den Zuschlag für ein Pilotprojekt zum 3D-Druck mit Sika erhalten. Realisiert wurden dabei die Stützen im Erdgeschoss, die Empfangstheke im Eingangsbereich sowie die Monitorwand im Eingangsbereich. «Wir und Sika konnten bei der Umsetzung wichtige neue Erkenntnisse finden», freut sich Greber. Klar ist für ihn, dass mit den neuen Möglichkeiten nicht nur Fehler markant verringert, sondern auch die Arbeitseffizienz gesteigert und damit die Bauzeiten wesentlich verringert werden können. Unter dem Begriff Bauen 4.0 richtet sich die Leuthard AG deshalb nach der Zukunft aus. «Gegenseitiges Vertrauen ist das Schmiermittel für Projekte.»

Stabiler und optimaler Ablaufprozess

Die Bürolandschaft ist mit diesem Hintergrund und diesen technologischen Möglichkeiten geplant und realisiert worden. Die Erfahrungen zeigten laut Greber einen stabilen und optimalen Ablaufprozess in Planung und Ausführung durch gemeinschaftliche Projektplanung, eine Kommunikation, bei der jeder wusste, wer wann was zu tun hatte, verlässliche Folgeprozesse basierend auf einem Netzwerk von gegenseitigen Zusagen der eigenen Tätigkeiten und nicht zuletzt eine Bauzeit in Rekordgeschwindigkeit von dreieinhalb Monaten.