Wohlen
Die CVP will nicht mehr als zwei Parteilose im Gemeinderat

Franz Wille, Fraktionspräsident der CVP, wehrt sich gegen den Vorwurf, seine Partei habe Gemeindeammann Walter Dubler und Gemeinderat Bruno Breitschmid (beide parteilos) persönlich angegriffen.

Fabian Hägler
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Franz Wille, Wohlen, Fraktionspräsident CVP

Franz Wille, Wohlen, Fraktionspräsident CVP

«Die CVP Wohlen hat nichts gegen Parteilose», hält Franz Wille fest. In einer Mitteilung, die auch von CVP-Wohlen-Präsident Roger Waeber unterzeichnet ist, wehrt sich die Partei gegen Vorwürfe von Gemeindeammann Walter Dubler und Gemeinderat Bruno Breitschmid. Die beiden parteilosen Politiker fühlten sich aufgrund einer früheren Mitteilung der CVP angegriffen.

Darin hatte die CVP erklärt, sie unterstütze beim zweiten Wahlgang für einen Sitz im Gemeinderat den SP-Kandidaten Arsène Perroud. Weiter hielt die CVP fest: «Einerseits sind in Wohlen zwei grosse Parteien im Gemeinderat nicht vertreten, andererseits haben jetzt schon zwei
Parteilose keinen Rückhalt in einer Einwohnerrats-Fraktion.»

FDP-Kandidat Koni Gfeller: «Bürgerlich oder links?»

Dass die CVP für die zweite Runde der Wohler Gemeinderatswahl, die am 27. Januar stattfindet, den SP-Kandidaten Arsène Perroud unterstützt, ist für Konrad Gfeller (FDP) keine Enttäuschung. «Ich nehme das zur Kenntnis, man muss sich einfach die Frage stellen, ob man einen bürgerlichen oder einen linken Vertreter wählen möchte.» Gfeller hatte im ersten Wahlgang am meisten Stimmen erreicht, das absolute Mehr aber klar verfehlt. Am 27. Januar treten neben Gfeller und Perroud noch Oliver Degischer (parteilos, von der SVP unterstützt), Otto Erb (Dorfteil Anglikon) und Patrick Wetli (Grüne, ohne Parteiunterstützung) an. (fh)

Breitschmid entgegnete darauf, er habe nicht den Eindruck, als Parteiloser im Gemeinderat abseits zu stehen. Dubler sagte, es gebe keinen Grund, vom Volk gewählte Gemeinderäte ohne Parteizugehörigkeit zu kritisieren. Wille ist der Meinung, die beiden hätten «etwas gar empfindlich reagiert». Er hält fest, die von Breitschmid kritisierte Aussage, im Gemeinderat habe es zu viele Partei-lose, stamme nicht von der CVP. «Ein persönlicher Angriff auf gewählte Gemeinderäte war mit unserer Feststellung nicht verbunden. Wir haben keinen kritisiert, weder direkt noch indirekt», betont Wille. In den vergangenen Jahren habe die CVP in der Regel gut mit dem Gemeinderat und insbesondere mit Dubler und Breitschmid zusammengearbeitet.

«Ein dritter Parteiloser wäre zu viel»

Wille hält aber fest: «Allerdings wäre ein dritter Parteiloser im Wohler Gemeinderat wohl einer zu viel.» Die CVP sei der Meinung, dass der freie Sitz von einer der grossen Parteien besetzt werden sollte, die bis jetzt nicht im Gemeinderat vertreten ist. «Diese Haltung haben wir gut begründet und die Kandidatur aus den Reihen der SP begrüsst», schreibt Wille. Er ergänzt, bekanntlich sei die SVP nicht in der Lage oder bereit gewesen, eine Kandidatur zu stellen.

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