Beinwil im Freiamt

Die Brunnwiler Abwasserpumpstation wird ausgebaut

Der Weiler Brunnwil hat heute doppelt so viele Haushaltungen wie vor 15 Jahren und neu vier gewerbliche Kanalisationsanschlüsse. ES

Der Weiler Brunnwil hat heute doppelt so viele Haushaltungen wie vor 15 Jahren und neu vier gewerbliche Kanalisationsanschlüsse. ES

Weil der Beinwiler Weiler Brunnwil mehr als doppelt so viele Haushaltungen hat wie vor 15 Jahren, muss die Abwasserbeseitigung aufgerüstet werden. Es werden zweiFäkalienpumpen eingebaut.

Die bestehende Abwasser-Pumpstation in Brunnwil soll generell saniert und durch zwei neue Fäkalienpumpen mit Zerkleinerungsmechanismus ersetzt werden. Dafür hat der Gemeinderat einen Kredit von 14 000 Franken zulasten der eigenwirtschaftlich geführten Betriebsrechnung der Abwasserbeseitigung bewilligt.

Neuartige Entwässerungsvariante

1998 wurde der Weiler Brunnwil abwassertechnisch erschlossen. Normalerweise fliesst das Abwasser über traditionell verlegte Leitungen in eine Sammelleitung und von dort aus in die Abwasserreinigungsanlage.

Aus Kostengründen hat sich die Gemeinde seinerzeit für eine neuartige Entwässerungsvariante in den Ortsteilen entschieden: Das mit Feststoffen durchsetzte Abwasser wird über ein konventionell verlegtes Ortsleitungsnetz der lokalen Pumpstation (Schacht) zugeführt, dort durch einen Häcksler zu Brei verarbeitet und dann über eine dünne Druckleitung in die Haupt- beziehungsweise Dorfkanalisation weiter transportiert. Von hier aus gelangen die Abwässer in die vom Gemeindeverband betriebene Abwasserreinigungsanlage (ARA) «Reuss-Schachen» in Merenschwand/Rickenbach.

Jetzt 23 Haushaltungen

Das gewählte Entwässerungssystem setzt zwingend voraus, dass das anfallende Schmutz- und Sauberwasser aus Kapazitätsgründen konsequent voneinander getrennt werden muss, wie der Gemeinderat in seinen Mitteilungen festhält. Der Pumpstation dürfen also nur verschmutzte, häusliche Abwässer zugeleitet werden. Für den Ortsteil Brunnwil mit damals zehn Haushaltungen und zwei gewerblichen Betrieben reichte der Einbau von lediglich einer Pumpe im dortigen Pumpschacht aus. Mittlerweile haben sich die Haushaltungen im Weiler allerdings auf insgesamt 23 und die gewerblichen Anschlüsse auf vier mindestens verdoppelt.

Mehr Störungen

Die eingebaute Fäkalienpumpe hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Der kommunale Werkdienst musste in letzter Zeit immer wieder Störungen beheben, die auf Materialermüdungen und Leistungsschwächen der eingebauten Pumpe zurückzuführen waren. Nun wird die Abwasser-Pumpstation saniert und durch zwei neue Fäkalienpumpen mit Zerkleinerungsmechanismus ersetzt. Die Platzverhältnisse im bestehenden Schacht reichen dazu aus. (az)

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