Wohlen
Die Bez Wohlen bringt den Saal mit ihrem Konzert zum Kochen

Mit dem Konzert «Best of» ist die Chortradition der Bezirksschule nach einer vierjährigen Pause aufgelebt. Das Publikum belohnte die Darbietungen mit tosendem Applaus.

Lisa Stutz
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Der Chor, die starken Solisten, die Tänzer und die Musiker sorgen für tosenden Applaus am Konzert der Bezirksschule. Lisa Stutz

Der Chor, die starken Solisten, die Tänzer und die Musiker sorgen für tosenden Applaus am Konzert der Bezirksschule. Lisa Stutz

Lisa Stutz

Einige mussten zweimal hinschauen: Dass aus einem solch zierlichen Mädchen solch starke Töne herauskommen, hätten viele nicht erwartet. Die 4.-Bezlerin Laura sass selbstbewusst mit ihrer Gitarre im Scheinwerferlicht und sang mit weicher und doch kräftiger Stimme ihr selbst komponiertes Lied «Your Friend». Der mehrstimmige Schülerchor unterstützte sie dabei. Nicht nur das Stück von Laura sorgte beim Konzert der Bezirksschule für überraschte Gäste und tosenden Applaus.

Mit einem von einer Schülergruppe bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Programm bewiesen Musiklehrer Adrian Heimgartner und seine Schützlinge einmal mehr, dass im Haldenschulhaus nicht nur kluge Köpfe, sondern auch starke Stimmorgane ein und aus gehen.

Das Konzert «Best of» enthielt die besten Stücke aus verschiedenen Sparten. Viele Solis und Tanzeinlagen verliehen dem Programm die nötige Würze, der 130-köpfige Chor, dem auch eine Lehrergruppe von 15 Personen angehört, hielt das Publikum zwei Stunden lang auf Trab. Mit «Best of» wurde nach einer vierjährigen Pause eine lange Chorprojekt-Tradition weitergeführt. «Eigentlich wollte ich die Tradition, alle zwei Jahre ein Konzert aufzuführen, vor vier Jahren beenden», sagte Heimgartner.

Doch der Wunsch sei von vielen Seiten her gross gewesen, in diesem Jahr wieder eines durchzuführen. «Also habe ich mich dafür entschieden. Es brauchte keine Überwindung, ich mache das gerne für die Schüler», betonte er. Der Chor probte ein ganzes Jahr lang auf die drei Vorstellungen am Wochenende hin. «Ein Konzert benötigt viel Zeit und Durchhaltewillen», erklärte Heimgartner, der sichtlich stolz auf seine Schülerinnen und Schüler war.

Was er ihnen besonders hoch anrechnet: Dass sie das ganze Programm auswendig gesungen haben. «Jeder hiesige Chor braucht schon für nur drei Lieder ein Gesangsheft. Die Schüler haben zwei Stunden lang jedes einzelne Lied auswendig gesungen. Das ist eine riesen Leistung.» Das Thema «Best of» habe aber auch seine Tücken gehabt, wie Heimgartner sagte. «Da fast alle Stücke sehr bekannt sind, dachten die Schüler, sie können die Lieder bereits. Das war eine Schwierigkeit beim Üben.»

Doch dies war nicht die einzige Herausforderung: In einer Projektwoche vor den Konzerten ging es darum, die einzelnen Elemente, die übers Jahr hinweg erarbeitet wurden, zusammenzufügen. So musste die Tanzgruppe, die von Doriz Abt vom «Tanzlade Wohlen» angeführt wurde, sich den Klängen des grossen Chores anpassen. Dieser musste sich mit dem kleinen Chor abstimmen und die sechsköpfige Band, deren Mitglieder alle von der Jazzschule Basel stammen, musste ebenfalls über alle Abläufe Bescheid wissen. «Die richtige Planung ist das A und O», sagte Heimgartner. «Ich bin sehr zufrieden: Wir haben alles pünktlich geschafft, dem Publikum hat es anscheinend gefallen und die Schüler haben die Aufführung genossen.»

Auch Bez-Schulleiter Rolf Wernli zeigte sich begeistert: «Es ist ein Talent von Adrian Heimgartner, ein Konzert so perfekt zu gestalten. Das Gesamtkunstwerk ist irrsinnig.» Somit ist bewiesen: Nicht nur die ausgewählten Lieder gehören zu «den Besten», auch die Bez Wohlen mischt gesanglich vorne mit.

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