«Wir wollen gewinnen, alles andere wäre enttäuschend», hatte Philipp Rebsamen, Mitglied der Auwer Chläuse, noch am letzten Donnerstag gesagt. Und Tatsächlich: Die Auwer sind bereits zum dritten Mal die besten Chläuse der Welt. Doch ganz so leicht wurde es ihnen am Wochenende an der 12. ClauWau im graubündischen Samnaun nicht gemacht. Sie setzten sich gegen 17 Teams aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien durch – Mannschaften aus Übersee traten diesmal leider keine an.

«Wir schafften es als Erstplatzierte aus der Vorrunde in den Final», berichtet Rebsamen. «Doch dort trafen wir auf das Team ‹Hugo plus 4› aus Bassersdorf, das sich genau wie wir aus Mitgliedern eines Turnvereins zusammensetzte und ziemlich stark war.» Ausserdem standen die Auwer enorm unter Druck, denn «alle erwarteten von uns einen Sieg». Am ende lief alles perfekt ab und die Auwer trugen die 1500 Franken Preisgeld, die Trophäe und vor allem den Titel «Weltmeister der Nikoläuse» nach Hause. «Wir haben uns riesig gefreut. Der ganze Anlass war super», so Rebsamen.

Chlausen ist nicht so leicht

An der ClauWau, der Weltmeisterschaft der Chläuse, merkt man jeweils, dass es gar nicht so leicht ist, ein perfekter Samichlaus zu sein. Denn dieser muss Geschenke organisieren, richtig ausliefern, Kamine hochklettern, Schlitten fahren und vieles mehr. Doch dass sie nicht nur seit Jahren am 6. Dezember die Samichläuse in Auw organisieren, sondern auch im Turnverein Auw den Rest des Jahres über trainieren, kam dem Freiämter Team zugute.

Nächstes Jahr wieder

Dieses Jahr hatten die vier eigentlich gar nicht antreten wollen, «doch als uns die Verantwortlichen extra angerufen haben, fanden wir dann doch, dass wir uns der Herausforderung stellen sollten», erinnert sich Rebsamen lachend. Zwei der vier letztjährigen Weltmeister aus Auw konnten jedoch nicht teilnehmen, also wurde die Truppe mit anderen Auwer Turnern ergänzt: Das diesjährige Weltmeisterteam besteht aus Philipp Rebsamen, Toni Zimmermann, Urs Villiger und René Kalt.

«Nach drei Siegen müssen wir 2013 auf jeden Fall wieder antreten», ist sich Rebsamen sicher. Was sie mit dem Preisgeld machen – abgesehen vom Berappen der Auslagen – wissen die vier noch nicht.