Provisorium ade

Die Baubewilligung liegt vor: Endlich ein richtiger Klubhaus-Anbau für den FC Sarmenstorf

Die Baubewilligung liegt vor, spätestens im Frühling soll das Provisorium ersetzt werden. Dann wird beim FC Sarmenstorf ein richtiger Klubhaus-Anbau entstehen.

Vor dem Klubhaus des FC Sarmenstorf steht ein Gerüst. Es ist mit Plastikplanen umhüllt. Vereinspräsident Tobias Furrer zeigt darauf und sagt: «Das steht dort seit 20 Jahren, sehr einladend ist es nicht.» Mit einem Lächeln fügt er hinzu: «Umso froher sind wir, dass wir nun die Baubewilligung für den Anbau haben.» Dem stimmen die Klubhauswirte Priska Kaufmann Roggwiller und Daniel Roggwiller mit ihrer Unterstützung Trudi Kaufmann gut gelaunt zu.

Mitte Oktober gab die Gemeinde Sarmenstorf bekannt, dass der FC Sarmenstorf unter Auflagen und Bedingungen die Baubewilligung für den Anbau am Klubhaus erhalte. Was es mit den Auflagen auf sich hat, erklären Tobias Furrer und Kusi Wyss vom Vorstand. Demnach habe es in der Nachbarschaft Bedenken gegeben, es könne abends länger lauter auf dem Areal zugehen, wenn der Anbau erst mal fertig sei. «Wir wollen weiterhin ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft», betonen die beiden, «es wird sehr darauf geachtet werden, dass sich auch in Zukunft alle an die Ruhezeiten halten. Ausserdem wird der Anbau ein Lärmschutz sein und dafür sorgen, dass weniger Geräusche über die Strasse hallen.» Für Gespräche seien sie immer offen, sollte es mal Zweifel oder Probleme geben.

Zur 100-Jahr-Feier wurde das Provisorium abgebaut

Jetzt freut sich der Verein erst einmal, dass der Antrag für den Anbau bewilligt wurde. Furrer erinnert sich: «Damals, zur 100- Jahr-Feier 2008, wurde das Provisorium abgebaut, weil es ja nicht so gepflegt aussieht. Nach der Feier stand es bald wieder.»

In einigen Monaten werde das Bauvorhaben einen angenehmeren Unterstand für Zuschauer und Vereinsmitglieder bieten. «Auch unsere beiden engagierten Wirte sind wirklich froh, dass es bald mit dem Bau losgeht», berichtet Wyss, der für die Kommunikation des Vereins zuständig ist. Denn das Provisorium grenzt an die Klubbeiz und macht das Ambiente ein wenig ungemütlich.

Der Antrag für die Baubewilligung sei bereits 2018 eingereicht worden, einige Monate später habe noch etwas an den Planungen geändert werden müssen. Das habe das gesamte Verfahren ein wenig in die Länge gezogen. «Eigentlich sollte das Dach des Anbaus ähnlich werden wie auf dem Provisorium», teilt der Kommunikator mit. «Aber unser Statiker meinte, mit zu hoher Schneelast könnte das schwierig werden. Also wird das Satteldach des Klubhauses nach den angepassten Plänen verlängert. Das bietet dann auch den Zuschauern mehr Schutz, wenn es regnet.»

Viel Eigenleistung für den neuen Anbau

Wann es mit dem Bau losgehen wird, konnten die beiden Vorstandsmitglieder noch nicht sagen. Der Verein werde selbst das Vorhaben in Angriff nehmen. «Wir haben Zimmermänner und Schreiner im Verein, das ist sehr hilfreich», berichtet Furrer lachend. Auch die übrigen Vereinsmitglieder wollen mithelfen. Er merkt an: «Spätestens im Frühjahr soll alles parat sein, doch wenn alles nach Plan läuft, sollte es noch in diesem Jahr aufgerichtet werden.»

Der Bau solle etwas für die Zukunft sein – mit seinen drei Mannschaften sowie Senioren und Junioren zählt der FC Sarmenstorf gut 300 Mitglieder. Toll sei die Euphorie im Ort gewesen, als die erste Mannschaft in die 2. Liga aufgestiegen sei, das habe den Zusammenhalt noch mehr bewiesen. Auch die Zuschauerzahlen bei Spielen der 2. Liga können sich sehen lassen, im Schnitt kämen um die 300 Personen.

«Die Vereinskultur beim FC Sarmenstorf wird noch richtig gelebt, hier unterstützt man sich, auf und neben dem Platz. Die Mannschaften bestehen aus vielen Eigengewächsen oder Leuten mit einem echten Bezug zum Dorf oder dem Verein», sind Furrer und Wyss stolz. Der ganze FC bedauere, dass der Trainings- und der Spielbetrieb wegen der Coronapandemie nun vorläufig komplett eingestellt werden musste. Die beiden unterstreichen jedoch: «Der Verein ist seinen vielen treuen Zuschauern für die grossartige Unterstützung dankbar. Erst sie machen Fussball auf dem Sarmenstorfer Bühlmoos zu etwas Einzigartigem.»

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