Auw
Die Auwer Schüler zeigen ein tierisch buntes und vielseitiges Musical

Über 200 Kinder der Primarschule und des Kindergartens führten das spannende Stück «Der König der Löwen» als Weihnachtsgeschenk für ihre Eltern auf.

Carlo Portmann
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Giraffen bevölkern an diesem Abend die Mehrzweckhalle in Auw.
Väter und Mütter halfen beim Schminken der Kinder und beim Anfertigen der Kostüme mit.
Simba und Nala präsentieren ihrerseits ihren Nachwuchs. Der Kreis des Lebens schliesst sich.
Zebras, Giraffen und Hyänen treffen sich am Königsfels, um den neugeborenen Prinzen zu sehen.
Die Löwen werden sich im alles entscheidenden Kampf auf die Seite Simbas stellen.

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Zebras und Giraffen galoppieren durch den Saal, ein bunter Vogel dreht seine Kreise, auf dem Königsfelsen thront der Löwe Mufasa. Stolz präsentiert er seinen Untertanen seinen neugeborenen Sohn Simba, der eines Tages an seiner Stelle herrschen wird. Dann stimmen alle ein in das Lied «Circle of Life». Für einen Augenblick vergisst der Zuschauer, dass er sich nicht in der Serengeti, sondern in der Mehrzweckhalle Auw befindet.

Über 200 Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse wirken am Musical der Schule Auw mit. Alle tragen aufwendige Kostüme, die Gesichter bunt bemalt. Schnäbel, Hörner, Hauer und Reisszähne wurden aus Pappmaché angefertigt. Filz und künstliches Fell schaffen Mähnen und Schwänze. Die Verkleidungen fertigten Eltern und die Hauswirtschaftslehrerin gemeinsam, und auch beim Schminken halfen Väter und Mütter mit.

Lehrer Mario Tschupp erklärt, wie das Musical «Der König der Löwen» nach Auw gelangte: «Schon im Frühling war man der Ansicht, dass den Eltern zu Weihnachten ein besonderes Geschenk gemacht werden soll.» Von einer anderen Schule erhielten sie das Drehbuch zum bekannten Zeichentrickfilm. Im Sommer begannen erst die Klassen unter sich, später die Gesamtschule mit den Proben. Zwei Projektwochen erlaubten intensives Üben. «Für mich war es ein eindrückliches Erlebnis, als die Kinder bei der ersten gemeinsamen Probe ein Lied anstimmten und sich im Schauspiel richtig in die Tiere hineinversetzten», so Tschupp. Brigitte Brun übte ein halbes Jahr lang zwei Stunden pro Woche mit den Fünftklässlern, die die Hauptrollen des Musicals besetzen.

Und das zahlt sich aus: Ob «Wer hat Angst vor dem bösen Scar?» oder die Lebensphilosophie «Hakuna Matata» des Erdmännchens Timon und des Warzenschweines Pumba: Alle Kinder singen kräftig mit, der Text sitzt.

Mittlerweile ist aus Simba ein junger Löwe geworden, den es nach eigenen Abenteuern dürstet. Auf einem Elefantenfriedhof spielt er mit seiner Freundin Nala zwischen den bleichen Knochen der verstorbenen Tiere. Plötzlich werden sie von einem Rudel Hyänen eingekreist. Die Musik im Hintergrund verheisst nichts Gutes. Die Hyänen kommen immer näher, aus ihren Mäulern hängen die roten Zungen. Simbas Onkel Scar hat sie geschickt, um seinen Neffen als unliebsamen Nebenbuhler um den Königsthron aus dem Weg zu schaffen. In letzter Sekunde springt König Mufasa in ihre Mitte und vertreibt die Aasfresser, wird aber selber in die Knie gezwungen. Sein Sohn Simba kann fliehen. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden Timon und Pumba gelingt es ihm einige Zeit später, zum Königsfelsen zurückzukehren und Scar niederzuringen. Er tritt die Nachfolge seines Vaters an und bringt den Frieden zurück. Nach Kämpfen, Gesängen und lustigen Sprüchen schliesst sich so der Kreis des Lebens auch auf der Auwer Bühne.

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