Bünzen
Die ARA hat letztes Jahr über eine Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt

Die ARA Chlostermatte lief im letzten Jahr ohne nennenswerte Ausfälle. Im Juni feiert sie ihr 30-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Sie reinigt das Abwasser aus vier Gemeinden,

Eddy Schambron
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Klärmeister Ruedi Birrer in der ARA Chlostermatte Bünzen ist zufrieden: Die Anlage lief 2013 ohne grössere Probleme.ES.

Klärmeister Ruedi Birrer in der ARA Chlostermatte Bünzen ist zufrieden: Die Anlage lief 2013 ohne grössere Probleme.ES.

Dieses Jahr wird die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Chlostermatte in Bünzen, welche die Abwässer von Boswil, Bünzen, Besenbüren und Kallern reinigt, 30 Jahre alt.

Wie die Zukunft aussieht, ist noch nicht klar. Es ist geplant, die «Chlostermatte» an die ARA Wohlen anzuschliessen, wie Richards Gähwiler, Präsident des Abwasserverbandes, im Jahresbericht 2013 in Aussicht stellt. Grund ist unter anderem, dass die Eliminierung von Mikroverunreinigungen für kleinere ARAs zu aufwendig wäre. So oder so wird das Jubiläum am 14. Juni mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Die Anlage lief auch 2013 ohne nennenswerte Ausfälle, wie Gähwiler feststellt. Die gewissenhafte Betreuung durch Klärmeister Ruedi Birrer und die Pikettmänner sei sicher der Hauptgrund dafür. Im vergangenen Jahr wurden 1,008 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt.

Dafür waren 189 734 kWh Strom ab EW und 72 158 kWh aus Eigenproduktion nötig. Es wurden insgesamt 2216 Arbeitsstunden investiert. Der Klärschlammanfall beläuft sich auf 1655 Kubikmeter, die Trockensubstanz auf 76 Tonnen, das Rechengut auf 34 Tonnen und der Sand auf 14 Tonnen. Für die angegliederte Kadaversammelstelle wurden 146 Stunden aufgewendet; insgesamt betrug die Kadavermenge 63 Tonnen.

Fischsterben in der Bünz

Zahlreiche verendete Fische im Bünzlauf riefen am 27. Juli Polizei und Klärfachleute auf den Plan. Die mehrtägige Hitzeperiode hatte die Wassermenge in der Bünz drastisch verringert. Es wurde vermutet, dass der dadurch minimale Sauerstoffgehalt im Wasser die Ursache des Fischsterbens sei.

Allerdings wurde auch eine unnatürliche Schaumentwicklung bereits innerhalb der ARA beobachtet. Die in Auftrag gegebenen Analysen bestätigten, dass eine grössere Menge Tenside über die Kanalisation in die ARA entsorgt wurden.

Zufrieden ist der Verband mit dem Blockheizkraftwerk. Es läuft nun seit drei Jahren ohne Störungen oder Unterbrüche.