Bezirk Bremgarten
Die Angriffe auf Ammänner sind überall klar gescheitert

Gleich in drei Gemeinden gab es Gegenkandidaturen zu amtierenden Gemeindeammännern. Keine war von Erfolg gekrönt.

Toni Widmer
Merken
Drucken
Teilen
Christian Baumann (links) bleibt Gemeindeammann in Zufikon, Heinz Pfister bleibt Gemeindeammann in Arni. Berndt Samsinger spielte im Wahlkampf eine Rolle, weil er angeblich Flugblätter druckte.

Christian Baumann (links) bleibt Gemeindeammann in Zufikon, Heinz Pfister bleibt Gemeindeammann in Arni. Berndt Samsinger spielte im Wahlkampf eine Rolle, weil er angeblich Flugblätter druckte.

az

In Zufikon bleibt Christian Baumann Gemeindeammann. Und das mit einem klaren Resultat. Gegenkandidat Berndt Samsinger holte etwas mehr als ein Drittel der Stimmen, die Baumann bekommen hat. Speziell ist das Resultat insofern, als in Zufikon vor den Wahlen mit harten Bandagen gekämpft wurde.

Das ging so weit, dass Christian Baumann gegen den Verfasser eines Flugblattes Klage eingereicht hat, weil er dessen Anschuldigungen als Ehrverletzung empfunden hat. Samsinger hat mit dem Verfasser des Flugblattes offiziell nicht gemeinsame Sache gemacht. Baumann wirft ihm dennoch aber vor, einen Gästebucheintrag auf dessen Website nicht gelöscht zu haben. Was Berndt Samsinger bestreitet: «Ich habe mit dem von Christian Baumann angeprangerten Flugblatt und auch mit den Einträgen auf der Website des Flugblatt-Verfassers nichts zu tun.»

Auch Heinz Pfister bleibt im Amt

Auch Heinz Pfister, seit 20 Jahren Gemeinderat und seit 8 Jahren Gemeindeammann in Arni, kann eine weitere Amtsperiode anhängen. Herausforderer Ruedi Jäger hat mit seinem Unterfangen auf der ganzen Linie Schiffbruch erlitten. Ihm haben bei der Gemeinderatswahl 142 Stimmen zum absoluten Mehr gefehlt, als Gemeindeammann kam er deshalb gar nicht erst in Betracht. Auch von der Gruppierung, die Jäger um sich geschart hat, ist niemand in die Behörde gewählt worden.

Ganz von der Bildfläche verschwunden ist Roger Stutz, der in Widen als Gegenkandidat des amtierenden Gemeindeammanns Peter Spring in den Wahlkampf gezogen ist. Nachdem vor zwei Wochen bekannt wurde, dass die Gemeinde Widen gegen ihren ehemaligen Finanzverwalter Klage wegen finanzieller Unregelmässigkeiten eingereicht hat, ist Stutz abgetaucht und nicht mehr erreichbar. Das Wahlresultat war entsprechend: Als Gemeinderat holte er lediglich 332 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 492 Stimmen.

In überraschend vielen Gemeinden können die Erneuerungswahlen bereits nach dem ersten Wahlgang abgehakt werden. Nur in 2 der 22 Gemeinden im Bezirk Bremgarten ist am 26. November für den Gemeinderat ein zweiter Wahlgang nötig: In Rudolfstetten-Friedlisberg sind im ersten Wahlgang vier Personen gewählt worden, in Arni – wo insgesamt 11 Personen für die Behörde kandidiert haben – fehlt im Gemeinderat ebenfalls noch eine Person.

In Wohlen ist die Ära Dubler definitiv zu Ende. Der ehemalige, vom Regierungsrat aus dem Amt entlassene Gemeindeammann wurde zwar noch von 203 Personen als möglicher neuer Gemeinderat auf den Stimmzettel geschrieben, aber die neue Wohler Behörde ist, wie fast überall sonst, im ersten Wahlgang neu bestellt worden.