Oberfreiamt
Die alte Brücke wurde verbrannt und eine neue gebaut

Der Zivilschutz war diese Woche an verschiedenen Orten rund um Auw im Einsatz. So haben die Männer beispielsweise im Gerechtigkeitswald eine neue Brücke erstellt.

Dominic Kobelt
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Die Zivilschützer installieren den Handlauf, sie liegen im Zeitplan. kob

Die Zivilschützer installieren den Handlauf, sie liegen im Zeitplan. kob

Im Gerechtigkeitswald in Abtwil wird fleissig gearbeitet. Zwischendurch heult die Motorsäge auf, Nägel werden eingeschlagen, Winkel angezeichnet und die Zivilschützer rufen sich Anweisungen zu. Sie bauen in nur vier Tagen eine Brücke. Von der alten Brücke ist nur noch das Fundament übrig, der Rest musste abgerissen und verbrannt werden.

Nachdem sie die vier Holzpfeiler senkrecht fixiert haben, legen die Zivilschützer waagrecht darauf zwei massive Baumstämme von je zwei Tonnen Gewicht. Auf diese Stämme nageln sie schliesslich Bretter, die jetzt als Fussweg dienen. Ein Handlauf rundet die schlichte Konstruktion ab.

Das Bauwerk entsteht in Etappen. «Jeder Zivilschützer ist zwei Tage hier, wir machen eine Basisausbildung an den Geräten und danach geht es auf eine der Baustellen», erklärt der Leiter Romuald Brem. Die Zivilschützer bringen dabei viel Know-how aus ihren Berufen mit. Landschaftsgärtner, Förster und Schreiner arbeiten beim Brückenbau zusammen. «Natürlich müssen wir einem Förster nicht erklären, wie er eine Motorsäge zu bedienen hat», erklärt Brem. «Solche Leute wissen häufig mehr als der Gruppenleiter, dann können sie ihre Fähigkeiten in den Kurs einbringen.»

Ernstfall muss geübt werden

Der Einsatz diene auch dazu, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, sagt Brem. «Ausserdem wollen wir überprüfen, wie die Mannschaft geführt und das Material eingesetzt wird.» 140 Männer sind diese Woche im Einsatz, sei es, um die Hecken beim Kindergarten zurückzuschneiden, Hochbeete im Altersheim zu bauen oder das Bachbord von Totholz zu befreien.

Ein Einsatzplan gibt dabei vor, welche Arbeiten vor Feierabend abgeschlossen sein müssen, damit die Zivilschützer, die am Folgetag im Einsatz stehen, wissen, wo sie weiterarbeiten müssen. «Das gibt auch einen Anreiz, zügig zu arbeiten», weiss Brem. «Die Leute sind sehr motiviert», zeigt er sich erfreut, man liege gut im Zeitplan, auch dank des guten Wetters.

Dabei sei es auch wichtig, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt würden. «Die Brücke wird geprüft, schliesslich haftet der Waldeigentümer, wenn etwas nicht in Ordnung ist», so Brem.

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