Widen

Die allererste Handlung der neuen Regentin: Weihnachten abschaffen

Beim Jugendtheater geht es um einen Kinderbuchklassiker - den «Nussknacker».

Beim Jugendtheater geht es um einen Kinderbuchklassiker - den «Nussknacker».

Einmal mehr entführt das Jugendtheater seine Zuschauer in eine Welt voller Träume und Fantasie. Angelehnt an den Kinderbuchklassiker von E.T.A. Hoffmann haben beide Regisseure die Geschichte vom Nussknacker neu geschrieben.

«Ja, kennt ihr mich denn nicht mehr?!», der junge Mann ist ganz verzweifelt. «Ich bin es doch, euer Prinz! – Ich habe euch doch diese Rosen geschenkt.» Die Prinzessinnen beäugen den hölzernen Kerl in ihrer Mitte ganz misstrauisch. «Das kann nicht sein», findet eine von ihnen, «unser Prinz war anmutig und schön – nicht so ein Holzkopf.»

Doch es ist tatsächlich so: Im Spielzeugland hat die böse Hexe Divola die Macht an sich gerissen. Den schönen Prinzen Baltasar hat sie in einen Nussknacker verwandelt und als allererste Handlung als neue Regentin hat sie Weihnachten abgeschafft. Per sofort! Das ist eine Katastrophe. Jetzt kann nur noch die Zuckerfee helfen.

Aber wird der Nussknacker zusammen mit seinen Freunden die Zuckerfee tatsächlich finden? Und wo liegt eigentlich das Zuckerland?

28 Hauptrollen

Angelehnt an den Kinderbuchklassiker von E.T.A. Hoffmann haben die beiden Regisseure Evelyne Brader und Thomas Müller die Geschichte neu geschrieben. Und zwar so, dass jedes der 28 Schauspielkinder ungefähr die gleiche Bühnenpräsenz hat.

«Wir wollen Geschichten erzählen, wo das Publikum in eine andere Welt eintauchen kann», sagt Evelyne Brader. In dieser erwachen Spielzeugfiguren in einem Puppenhaus zum Leben und Träume werden plötzlich ganz real.

Gespielt wird das Stück auf drei Bühnen. Jede dieser Bühnen ist eine eigene Ebene und bald vermischen sich diese drei Ebenen zu einer einzigen Geschichte, wo zwischen Traum und Realität bald kein Unterschied mehr besteht.

Es ist gerade Pause am letzten Probesamstag vor der Premiere. Auf der Bühne arbeiten ungefähr fünf oder sechs Helfer. Sie stellen die Kulisse für die nächste Szene auf: eine riesengrosse Torte mit weissem Zuckerguss.

Vorne gibt Evelyne Brader die Anweisungen für die nächsten Bilder: «Flavio, kannst du schauen, dass dein Auftritt etwas zügiger kommt. Und eine Bitte an die Kostümfrauen: Könnt ihr den Mädchen, die Zöpfe tragen, eine hübsche Masche ins Haar flechten?»

Fast 30 Helferinnen und Helfer arbeiten hinter den Kulissen. Es ist ein eingespieltes Team. Dazu gehören Eltern, deren Kinder im Schauspiel mitmachen, aber auch ehemalige Schauspielkinder, die längt erwachsen sind und deren Eltern.

Der Präsident des Jugendtheaters, Thomas Scheidegger, bringt es auf den Punkt: «Natürlich müssten wir das nicht mehr machen. Aber es macht uns grossen Spass und darüber hinaus sind mit den Jahren tiefe Freundschaften gewachsen.» Man darf sich freuen: Am Freitag ist Premiere.

Aufführungen: Freitag, 27.11., 19.30 Uhr, Samstag, 28.11., 19.30 Uhr, Sonntag, 29.11., 15.00 Uhr. Türöffnung jeweils eine Stunde vor Spielbeginn. www.jugendtheaterwiden.ch

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