Man darf es nur vermuten, Gewissheit gibt es nicht: In der kleinen Freiämter Gemeinde Kallern ist am Freitagabend die mit 37 Metern höchste Finnenfackel der Welt entzündet worden. Man wollte den Rekord zwar im «Guinness-Buch der Rekorde» eintragen lassen, doch das Projekt wurde abgelehnt, und damit fehlt der offizielle Beweis. Gebaut haben die Kallerer ihre Fackel dennoch, aus mehreren aufeinandergesetzten Baumstämmen.

Der Weg vom Festgelände auf die Anhöhe wurde stimmungsvoll beleuchtet.

Der Weg vom Festgelände auf die Anhöhe wurde stimmungsvoll beleuchtet.

Um 22.30 Uhr am Freitag wurde sie entfacht. Nicht ohne zuvor die Schweizer Fahne zu entfernen, die man beim Aufstellen auf die Spitze gesteckt hatte: «Ich kann die besorgten Bürger beruhigen, die befürchteten, die Fahne werde verbrannt, und mir böse Mails geschrieben haben», hielt Claudia Hofmann, Gemeindeammann und OK-Präsidentin der Challerer Chilbi beim spektakulären, von viel Publikum verfolgten Akt fest.

Das Challerer Dorffest zum 710. Geburtstag der kleinen Gemeinde am Lindenberg dauert noch bis 18 Uhr Sonntag und bietet musikalische Unterhaltung, verschiedene Beizli und Attraktionen wie Lunapark und Maislabyrinth. Bei der Organisation helfen nicht nur die Vereine aus dem Dorf selber, sondern auch solche aus den umliegenden Gemeinden.

Mission: Finnenfackel-Weltrekord

Mission: Finnenfackel-Weltrekord

Ganz Kallern steht für eine Sache ein und packt zusammen an. Gemeinsam zünden sie die wohl grösste Finnenfackel an, die es je gegeben hat.

Der Auftakt am Freitagabend ist bestens gelungen. Schon am frühen Abend waren die meisten der schön gestalteten Festbeizli voll besetzt. Gäste aus nah und fern genossen den herrlichen Sommerabend im Kallerer Weiler Unterniesenberg in vollen Zügen.