Neues Asylbewerberzentrum

Die 23 ersten Asylbewerber sind im Zentrum Bremgarten eingetroffen

Ein Bus aus Basel hat am Montag die ersten Asylbewerber ins neu eröffnete Bundeszentrum auf den Waffenplatz Bremgarten gebracht. Die 23 Asylbewerberinnen und -bewerber, unter ihnen zwei Kinder, stammen aus vier Ländern.

Abgeschirmt von Sicherheitskräften der Firma Abacon und einem zwei Meter hohen Sichtschutzzaun trafen die 23 Asylbewerberinnen und -bewerber im Zentrum Bremgarten ein. In den nächsten Tagen und Wochen wird dieses erste dreijährige Asylzentrum des Bundes zu rund 90 % ausgelastet sein.

Ständig rund 130 Personen

Demnach werden im neuen Zentrum, das maximal 150 Leute beherbergen kann, ständig rund 130 Personen einquartiert. Betreut werden die Bremgarter Asylbewerberinnen und -bewerber von je sieben Männer und Frauen der Asylorganisation der Stadt Zürich (AOZ).

Bei den Bremgarter Asylbewerbern handelt es sich laut Bundesamt für Migration (BFM) um Personen, deren Gesuche wenig Chancen auf Erfolg haben. In der Regel bleiben die Bewerber vier bis acht Wochen in Bremgarten stationiert. Die ersten Asylbewerberinnen und -bewerber stammen aus Eritrea, Sri Lanka, Tibet und dem Sudan.

Bezug der Asylunterkunft Bremgarten

Bezug der Asylunterkunft Bremgarten

«Geräumige Anlage»

Urs von Daeniken, der Projektleiter der Bundesunterkünfte, zeigte sich erfreut über die geräumige oberirdische Anlage. Sie umfasst einen Frauen- und Männertrakt umfasst, grosszügige Ess- und Beschäftigungsräume innerhalb der Anlage sowie das rund 200 Meter ausserhalb des Zentrums gelegene Café Fohlenweid, das ausschliesslich den Asylbewerbern zur Verfügung steht.

Laut von Daeniken wird der Bund in nächster Zeit weitere Zentren eröffnen, die man während maximal drei Jahren betreibt, ehe der Bund dann die geplanten grossen Bundesverfahrenszentren in Betrieb nehmen kann.

«Keine Rayonverbote»

Das Bundeszentrum Bremgarten fusst auf einer Vereinbarung des Bundes mit dem Stadtrat Bremgarten. Rayonverbote für die Asylbewerber seien in diesem Vertragswerk nicht enthalten, betonte von Daeniken. Aber auf Wunsch der Stadtbehörde seien als Schutzmassnahme der Städtchenbewohner sensible Zonen wie Schulgelände, Badeanlage und Sportanlagen in die Vereinbarung aufgenommen worden.

Man weise die Asylbewerber ausdrücklich darauf hin, diese Zonen ohne Betreuungspersonen zu meiden. Betreute und begleitete Aufenthalte auf den Freizeitanlagen seien freilich möglich.

Meistgesehen

Artboard 1