Oberrüti

Deutlich mehr Lohn für Gemeinderäte

Schönes Dorf, viel Arbeit für den Gemeinderat: Der Lohn dafür soll um 33 Prozent angehoben werden. ES/Archiv

Schönes Dorf, viel Arbeit für den Gemeinderat: Der Lohn dafür soll um 33 Prozent angehoben werden. ES/Archiv

Entschädigung soll um durchschnittlich 33 Prozent angehoben werden

Deutliche Aufstockung für die Gemeinderatsmitglieder: In Oberrüti wird der Einwohnergemeindeversammlung beliebt gemacht, die Besoldung des Gemeinderats gesamthaft um rund 33 Prozent zu erhöhen. Die letzte kleinere Anpassung der Entschädigung sei 2009 erfolgt. Auch in kleinen Gemeinden könne ein Gemeinderatsamt nicht mehr «nur nebenbei» und «ehrenamtlich» ausgeübt werden, hält der Oberrüter Gemeinderat fest. Aus ihren Verpflichtungen würden sich bei den Gemeinderäten «eine ansehnliche zeitliche Belastung» ergeben.

Bisher hat Frau Gemeindeammann Fränzi Baggenstos 18'100 Franken pro Jahr erhalten, Vizeammann Pius Hofstetter 10'100 Franken und die Gemeinderäte Werner Küttel, Roland Meier und Marco Graf je 8100 Franken. Neu sollen die Entschädigungen auf 24'000 Franken für das Amt des Gemeindeammanns, 13'000 Franken für dasjenige des Vizeammanns und auf je 11'000 Franken für Gemeinderatsmitglieder wachsen. Die Entschädigung soll zudem ab dem Jahr 2019 der allgemeinen Teuerungsentwicklung angepasst werden, welche jeweils auf dem Budgetweg beschlossen wird.

Zeichen der Wertschätzung

Seit der letzten Anpassung der Entschädigung 2009 sei die Bevölkerungszahl um rund 25 Prozent gestiegen. Gemäss einer Erhebung der Gemeindeammännervereinigung des Kantons Aargau würde das Pensum eines Gemeindeammanns in der Grösse der Gemeinde Oberrüti rund 25 Prozent ausmachen. Die Aufgaben des Gemeinderats würden zwar nur im Nebenamt, mit Konzessionen im beruflichen und privaten Umfeld, ausgeführt. «Trotzdem soll die Tätigkeit fair entschädigt werden. Eine angemessene Entschädigung ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz als Gemeinderat», wird zum entsprechenden Traktandum der Einwohnergemeindeversammlung am 17. November festgehalten.

An der Gemeindeversammlung ist weiter über die Krediterteilung für die Sanierung der Wasserleitungen Schulanlagen für 104'000 Franken zu befinden. Die Wasserleitungen in den Schulanlagen seien durch Korrosion in ihrer Funktion stark gefährdet; sie stammen grösstenteils noch vom Neubau aus dem Jahr 1968 sowie 1990 für den Erweiterungsbau. Eine Sanierung sei dringend. 390'000 Franken sind für die Sanierung der Meteorwasserleitung Falkenäcker nötig. Die bestehende Sauberwasserleitung von der Baugebietsgrenze Bodenmatte bis zur Industrie ist zu klein, um das Baugebiet im Teiltrennsystem zu entwässern. Das Projekt sieht nun vor, dass entlang der bestehenden Meteorwasserleitung parallel eine neue Leitung erstellt wird. Die vorhandenen Drainageleitungen, die mit der Meteorwasserleitung gequert werden, sollen an die neue Leitung angeschlossen werden. Neben der Genehmigung des Reglements familienergänzende Kinderbetreuung kommt das Budget 2018 mit einem um drei Prozent reduzierten Steuerfuss von 109 Prozent vor den Souverän.

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