Wohlen

Der Zivilschutz Wohlen hat mehrere Brücken geschlagen

..

Die Zivilschutzorganisation in Wohlen hat eine vielseitige Einsatzwoche mit Brückenbau und Wanderwegsanierung hinter sich. Gesamthaft standen rund 100 Angehörige der ZSCO Wohlen im Einsatz. Der Kommandant zeigt sich zufrieden.

Waltenschwil, Büttikon, Villmergen, Dintikon – im halben Freiamt leistet die ZSO Wohlen ihre Einsätze. Dazu gehören unter anderem die Instandstellung von Wanderwegen und der Bau einer Brücke.

Unter dem Motto «50 Jahre Schweizer Zivilschutz – 50 Brücken für Ihre Sicherheit» wurden Zivilschutzorganisationen aufgefordert, 50 Brücken zu realisieren. Dies setzte die Regionale Zivilschutzorganisation (ZSO) Wohlen um.

Vom 28. bis 30. Juni 2013 findet in der Gemeinde Dintikon das Jugendfest unter dem Motto «Brücken schlagen» statt. «Entsprechend intensiv wird das Thema Brücken in der Schule Dintikon behandelt und gelebt: Das Jahresmotto hiess ‹Brücken überqueren – Neuland entdecken›», sagt der stellvertretende Zivilschutzkommandant Jochen Külling.

Somit war die Gemeinde prädestiniert für das Zivilschutzprojekt. Auch der Gemeinderat Dintikon stimmte zu. So machte sich die ZSO Wohlen daran, das Projekt in die Tat umzusetzen.

«Die Kinder freuen sich riesig und es ist gut möglich, dass Schülerinnen und Schüler der Holzbrücke den letzten Schliff selbst verpassen, in dem sie die neue Brücke dereinst bemalen», sagt Jochen Külling.

Schönste Aussicht in Waltenschwil

Die Brücke von Dintikon war nur eine von vielen Tätigkeiten im Rahmen des einwöchigen Dienstes (WK und Dienst zugunsten der Gemeinschaft) der ZSO Wohlen.

«Gesamthaft sind rund 100 Angehörige der ZSO Wohlen aus den verschiedensten Bereichen im Einsatz», sagt Zivilschutzkommandant Beat Herzog. Und dabei war die ZSO Wohlen erst kürzlich schon bei der Eröffnung des Strohmuseums im Park mit den Auf- und Abbauarbeiten engagiert.

Urs Gloor leitet als Zugführer

Unterstützung die Einsätze der ZSO. Für ihn ist es die Feuertaufe, denn er ist nach erfolgter Ausbildung im vergangenen Jahr diese Woche das erste Mal in dieser Funktion tätig.

Anlässlich eines Rundgangs erklärte er die Arbeiten auf den einzelnen Arbeitsplätzen. Erster Halt war Waltenschwil. Die Pioniere arbeiten hier am höchsten Punkt in Waltenschwil – ein Rast- und Grillplatz mit schönster Aussicht übers Freiamt erhält eine Generalüberholung.

Dank Betonfundament stehen Tisch und Bank für viele Jahre wieder fest verankert. Ein neuer Brunnen wird ebenfalls installiert und der Wasserlauf entlang eines Gehweges wird optimiert.

Holzstand, Brunnen, Waldwege ...

Weiter gehts nach Büttikon. Dort errichtet die ZSO Wohlen beim Waldhaus einen 19 Meter langen Holzstand für 30 Ster Holz, das entspricht 30 Kubikmetern.

Im Villmergen Wald ersetzen die Zivilschützer diverse Holzbrunnen, die über die Jahre morsch geworden sind. Säubern des Bachverlaufs im Wald steht ebenso auf dem Programm wie das Ersetzen von Holzgarnituren bei Rastplätzen.

Letzter Halt ist Dintikon. Neben der bereits erwähnten Holzbrücke beim Schulhaus hat die ZSO einen weiteren Auftrag. Mit Juramergel stellt sie Teile der Aargauer Wanderwege wieder so instand, dass sie wieder gerne begangen werden.

Parallel zu diesen Arbeiten absolvierten Betreuer dieser Tage im Wohn- und Pflegezentrum Bifang (Wohlen) und im Seniorenzentrum Obere Mühle (Villmergen) zudem die Ausbildung zum ZSO-Pflegehelfer.

Inspektion und «hoher Besuch»

Um alle Arbeiten möglichst effizient abwickeln können, stehen der ZSO Wohlen fünf Fahrzeuge zur Verfügung, die durch Stabsassistenten in der Transportzentrale disponiert werden. Zudem führen sie das sogenannte KP Front in der Hofmatten, wo alle Infos zusammenlaufen, visualisiert und koordiniert werden.

Um alle Zivilschützer bei Laune zu halten, ist gute Verpflegung wichtig. Entsprechend legte sich die Küchenmannschaft ins Zeug und verköstigte die Mannschaft bestens.

Auch der Lebensmittelinspektor, der in regelmässigen Abständen auch die ZSO besucht, konnte ein positives Feedback zur Organisation abgeben.

12 Gemeinderäte aller Verbandsgemeinden statteten der ZSO Wohlen einen Besuch ab und besichtigten mit grossem Interesse die zahlreichen Einsatzräume und zeigten sich erfreut über die geleisteten Arbeiten zugunsten der Gemeinschaft. (az)

Meistgesehen

Artboard 1