Muri

Der Wärmeverbund braucht noch mehr Zeit

Für das Projekt Wärmeversorgung Muri ist eine Wärmezentrale für kommende Überbauungen angedacht.

Für das Projekt Wärmeversorgung Muri ist eine Wärmezentrale für kommende Überbauungen angedacht.

Das Areal zwischen Fremo und Luwa wird zum grossen Baugebiet. Hier könnte ein Wärmeverbund die zukünftigen Bauten umweltfreundlich und wirtschaftlich mit Wärme versorgen.

Das Projekt Wärmeversorgung Muri ist nicht ganz einfach umzusetzen, stellt Stefan Staubli, Präsident des Muri Energie Forums, in seinem Jahresbericht fest.

Der Verein hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Alternativen für die Wärmeversorgung des grossen Ausbaugebiets zwischen Fremo und Luwa-Areal prüfen sollte.

Durch die Beteiligung vieler verschiedener Parteien sei das Projekt sehr komplex, hält Stefan Staubli fest.

Sicherheit für Investoren

Auf der einen Seite stehen die möglichen Wärmebezüger, auf der anderen Seite gibt es Interessenten, welche die Anlage bauen und betreiben könnten. Damit die wirtschaftliche Basis gesichert werden kann, braucht es auch die Mitwirkung der Gemeinde Muri.

Die sehr grossen anstehenden Bauprojekte (Bahnhof, Landiareal, Luwa und Brühl) könnten mit raumplanerischen Mitteln (Energieplanung, Bau- und Nutzungsplanung, Gestaltungspläne) zu einem Anschluss am Wärmenetz verpflichtet werden.

Diese Sicherheit benötigt ein möglicher Contractor, bevor grösere Investitionen getätigt werden. Interessenten seien durchaus vorhanden: «AEW oder das EW Zürich beispielsweise hätten das nötige Know-how», erklärt Staubli.

Eine Ausführung des Wärmeverbundes sei zurzeit nicht realistisch, da die nötigen Rahmenbedingungen von der Gemeinde zuerst geklärt werden müssten. «Gestorben ist das Projekt damit nicht, aber es braucht mehr Zeit als angenommen.»

Verschiedene Aktionen

Das Muri Energie Forum hat mit 2012 das erste volle Geschäftsjahr hinter sich. Es stand im Zeichen der Konsolidierung, wie Staubli festhält. Das Muri Energie Forum will einen lokalen Beitrag zur Meinungsbildung rund um die Energie beitragen.

Das wurde 2012 mit verschiedenen Aktionen versucht. So machte das Forum auf umweltfreundliches Mobilitätsverhalten aufmerksam und informierte mit einem Newsletter über den aktuellen Stand bei thermischen Solaranlagen.

Die Herstellung von Ökostrom aus Biomasse für 2000 Haushaltungen wurde durch Werner Humbel, Verwaltungsratspräsident der Recycling Energie AG, an einer Führung erläutert.

Mit rund 100 Besucherinnen und Besuchern wurde der Anlass, der sich um die energetische Sanierung von Liegenschaften drehte, als voller Erfolg gewertet.

Als Höhepunkt im Vereinsjahr entpuppte sich der von einer Jury unter Federführung des Muri Energie Forum vergebene Energiepreis.

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