Beinwil
Der Verein Erlebnis Freiamt hat einen neuen Präsidenten

Die Mitgliederversammlung des Vereins Erlebnis Freiamt wählt mit Herbert Strebel einen neuen Präsidenten. Er übernimmt das Amt von Peter Hägler.

Eddy Schambron
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Der abtretende Präsident Peter Hägler, auch «Vater» des Freiämterweges und Eisenbahnfreund (rechts), erhält von seinem Nachfolger Herbert Strebel als Dank für seine Arbeit einen Gutschein für eine Fahrt im Führerstand der Bremgarten-Dietikon-Bahn, Depotführung inklusive.

Der abtretende Präsident Peter Hägler, auch «Vater» des Freiämterweges und Eisenbahnfreund (rechts), erhält von seinem Nachfolger Herbert Strebel als Dank für seine Arbeit einen Gutschein für eine Fahrt im Führerstand der Bremgarten-Dietikon-Bahn, Depotführung inklusive.

Eddy Schambron

Der Verein Erlebnis Freiamt hat einen neuen Präsidenten: Herbert Strebel, CVP-Grossrat aus Muri, übernimmt das Amt von Peter Hägler aus Muri. An der Mitgliederversammlung auf dem Horben wurde die Arbeit von Hägler, der den Verein schon zum zweiten Mal «zur Überbrückung» als Präsident führte, gebührend verdankt. Ebenfalls hat Andrea Moll aus Sins, «eine Frau der ersten Stunde» und als Grossrätin wichtiges Bindeglied im politischen Netzwerk, demissioniert. Für sie rückt Severin Brugger, Villmergen, Geschäftsleiter des Hotels Villmergen, nach.

Er werde mit Respekt an die neue Aufgabe gehen, sagte Strebel. «Sämtliche Ressortverantwortlichen machen weiter, das ist mit ein Grund, weshalb ich zugesagt habe», betonte er.

Jetzt «Normaljahr»

«Wir sind im Normaljahr angekommen», stellte Hägler fest. Das heisst, die finanzielle Unterstützung durch die Neue Regionalpolitik (NRP) fällt weg. Fünf Jahre hat der Verein davon profitiert und das Geld klug eingesetzt, wie Beny Kreuzer. Oberrüti, ausführte. So wurden beispielsweise der Freiämterweg und der Sagenweg in Waltenschwil so gestaltet und ausgerüstet, dass sie den Anforderungen der nächsten zehn beziehungsweise fünf Jahre genügen werden. Ebenfalls konnte mit dem Einsatz von Fredy Zobrist, Bremgarten, der Radweg, jetzt mit Schlaufe Murimoos, realisiert werden. «Abgesehen davon, dass es nicht gelungen ist, eine zentrale Informationsstelle zu schaffen, haben wir die gesteckten Ziele erreicht», stellte Kreuzer fest. Neben den aufgeführten, nachhaltigen Projekten wurde das Freiamt als attraktive Region auch bekannter gemacht. Dazu gehört auch die Zweitauflage der Freizeitkarte, «in dieser Form im Aargau einzigartig», wie Hägler mit Stolz festhielt.

Die Jahresrechnung 2015 schliesst bei einem Ertrag von 114 737 Franken und einem Aufwand von 103 196 Franken mit einem Gewinn von 11 540 Franken ab, wie Herbert Seiler, Niederwil, im Vorstand zuständig für die Rechnungsführung, ausführte. Darin enthalten sind noch 79 000 Franken NRP-Beiträge, die jetzt wegfallen. Das Budget 2016 sieht deshalb einen Ertrag von 56 400 Franken und einen Aufwand von 56 000 Franken vor. Das Eigenkapital des Vereins beträgt aktuell gut 62 000 Franken.

Neben den Mitgliederbeiträgen wird der Verein Erlebnis Freiamt (www.freiamt.ch) mit einem Beitrag von 25 Rappen pro Einwohner durch die Gemeinden finanziert – nur gerade Rudolfstetten und Dottikon zahlen nicht. In Tägerig war das Gesuch für die Budgeteingabe zu spät; hier wurde der Verein auf 2017 vertröstet. Schliesslich gibt es noch Geld von Stiftungen, von Coop Nordwestschweiz sowie weiteren Gönnern. Aktuell sind Verhandlungen für eine Sponsoringpartnerschaft im Gange.

Alles ehrenamtlich

Ohne die guten Geister ginge es nicht


Der scheidende Präsident war des Lobes voll über all die grossartige Unterstützung und ehrenamtliche Mithilfe zahlreicher Personen. «Überschwemmungen hatten am Kinderweg starke Schäden verursacht«, macht Peter Hägler ein Beispiel. «Zwei Wochen später war wieder alles in Ordnung.» Der «Mutter» des Kinderweges, Marianne Moos aus Winterschwil, stehen eben zahlreiche tatkräftige Helfer zur Seite. Beim Sagenweg kann sich Rosmarie Groux, Berikon, ebenfalls auf engagierte Helferinnen und Helfer verlassen, die diese Attraktion, die bisher von Vandalismus verschont blieb, sauber halten. Der Verein erhielt mit der unkomplizierten Unterstützung von Yvonne Notter aus Sins eine neue, attraktive Webseite. Schliesslich krampft Benedikt Stalder aus Boswil unermüdlich als «Mann der Informationstafeln» und Hägler selber, der «Vater» des Freiämterweges, kann wiederum auf zahlreiche Leute zählen, die den Weg regelmässig kontrollieren und allenfalls defekte Wegweiser wieder in Ordnung bringen. «Am liebsten haben wir Wegweiser, die mit Fussballsticker beklebt oder von Traktoren umgefahren sind», sagte er im Scherz. (es)

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