Handball 1. Liga

Der TV Muri gewinnt gegen Handball Wohlen – doch beide Mannschaften müssen in die Abstiegsrunde

Handball Wohlen hatte gegen den TV Muri gerade in der zweiten Hälfte einen schweren Stand.

Handball Wohlen hatte gegen den TV Muri gerade in der zweiten Hälfte einen schweren Stand.

Die Murianer Handballer setzen sich in der 1. Liga mit 26:20 gegen die Wohler durch.

Eigentlich hatten sich die Wohler Handballer vorgenommen, sich für die deutliche 25:34-Niederlage im ersten Freiämter Derby der Saison gegen Muri zu rehabilitieren. Und in der ersten Halbzeit zeigten die Jungs von Trainer Daniel Lehmann in der heimischen Hofmattenhalle auch eine ansprechende Leistung.

Immer wieder verlagerten sie im Angriff das Spielgeschehen geschickt auf eine Seite, um danach mit dem flinken Stefan Burgherr das «Eins-gegen-Eins»-Duell zu suchen. Diese Taktik ging auf. Zur Pause führten die Wohler mit einem Treffer (12:11).

Doch bei Wiederaufnahme des Spiels war Muri das dominante Team. Nach zwei technischen Fehlern von Wohlen bei den ersten beiden Angriffsversuchen übernahm Muri die Führung und zog sein Spiel in der Folge sauber durch.

Zudem konnten die Klosterdörfer sich auf ihren starken Schlussmann Tobias Wipf verlassen. Wohlen war nicht mehr in der Lage zu reagieren. Insbesondere im Spielaufbau fehlten die Ideen und aufgrund von mehreren gewichtigen Absenzen kamen auch von der Bank keine neuen Impulse mehr.

So setzte es für die Wohler auch im zweiten Derby der Saison eine deutliche Niederlage ab (20:26). «Es war leider ein typisches Spiel für unsere bisherige Saison. Wir spielen phasenweise ganz gut, haben aber irgendwann zehn Minuten, in denen wir zu hektisch und zu unruhig spielen, mit dem Schiedsrichter hadern und unsere Chancen nicht verwerten», analysierte Daniel Lehmann. «So verlieren wir deutlicher, als es hätte sein müssen.»

Der Mann an der Seitenlinie der Wohler hatte sich nicht nur im Derby gegen Muri mehr erhofft, sondern in der gesamten Qualifikation. Dass es schwierig werden würde, an der Spitze mitzuhalten, war aufgrund der starken Gruppe und der Modusänderung, dass nur noch zwei Teams die Finalrunde erreichen statt wie bis anhin deren vier, bereits früh klar.

Der Abstand zur Spitze war dann aber doch grösser als erwartet. «Dass wir so viele deutliche Niederlagen kassieren, damit hätten wir nicht gerechnet», so Lehmann. Der Trainer ist aber dennoch guten Mutes, dass seine Mannschaft in der Qualifikation die Abstiegsspiele im neuen Jahr erfolgreich gestalten wird.

Näher dran, als die Tabelle vermuten lässt

Ebenfalls gegen den Abstieg kämpfen müssen die Murianer, die zuletzt jeweils die Aufstiegsspiele erreicht hatten. Und auch in dieser Saison waren sie näher an der Spitze dran, als der drittletzte Tabellenrang – eine Position vor Wohlen – vermuten lässt. Nach einer starken Phase verlor der TV Muri allerdings zwei kapitale Spiele.

Einerseits zu Hause gegen Dagmersellen (18:19) nach einer klaren Führung und andererseits auswärts gegen Schlusslicht Kriens (23:28). «Diese beiden Niederlagen waren der Knackpunkt. Danach war klar, dass wir den Sprung in die Finalrunde nicht mehr schaffen», so Trainer Claude Bruggmann.

Sein Team verlor noch einige knappe Partien und musste sich am Ende mit Rang 6 zufriedengeben. «Wir sind nicht so weit weg von der Spitze, wie die Tabelle vermuten lässt, entsprechend mache ich mir für die Abstiegsrunde keine allzu grossen Sorgen – vorausgesetzt natürlich, dass alle Spieler fit sind.»

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